Berichte vom Kammerberg20 Jahre Ökumenisches Kirchenzentrum in Ahnatal (Bericht verfasst: So 02.03.2008 10:40 Uhr)
Wir sagen Danke
Das Jubiläum des Kirchenzentrums HI. Geist am Kammerberg war ein gelungenes Fest. Viele engagierte Christen haben das Programm von Donnerstag bis Dienstag gestaltet und mitgetragen: Der ökumenische Chor am Donnerstag, die Instrumentalisten und die Verantwortlichen für das Taizé-Gebet am Freitag, die Kindergruppe und die an der klassischen Musik Interessierten am Samstag, die Mitwirkenden in dem Gottesdienst am Sonntag, die Teilnehmer des Bibelkreises Bibel-Teilen am Montag, die theologisch Interessierten am Dienstag.
Herzlichen Dank sagen wir den vielen Helferinnen und Helfern im Hintergrund, in der Kirche, beim Vorbereiten der Räume und beim Aufräumen. Dank sei auch gesagt für die Salate, den Nachtisch und den Kuchen am Sonntag. Ein besonderes Lob gebührt dem Redaktionsteam, das so eine tolle Festschrift herausgegeben hat.
Ökumene ist abhängig von denen, die sich dafür einsetzen. Am Kammerberg lebt die Ökumene — aber nicht erst seit 20 Jahren, sondern zum Teil schon über 35 Jahre. Für viele christliche Frauen und Männer in Ahnatal ist die Ökumene ein Herzensanliegen. Das hat man in dieser Festwoche gespürt. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.
Pfr. Peter Strenger
Pfrin. Barbara Ullrich
Pfr. Wilfried Ullrich ...
Gründungsfeier der Stiftung "Zukunft Kammerberg" (Bericht verfasst: Mo 27.10.2008 20:00 Uhr) Ökumeni- und Kirchenkids Trotz Ferienzeit und gutem Wetter war der Kirchenraum gut besucht, als die Stiftung am 11.10.2008 den ersten Stiftungstag und gleichzeitig ihre Gründung feierte. Der Gemeindesaal war beim anschließenden Gespräch bei Kaffee und Kuchen gut gefüllt. Auch hatten einige der Teilnehmer die Gelegenheit wahrgenommen, die Jugend- und Gemeinderäume zu besichtigen.
Die Feier begann Pfr. Ullrich mit einer Andacht über die Geschichte der Speisung der 4000, bei der alle satt wurden, nachdem geteilt worden war.
In seiner Begrüßungsansprache hob der Vorsitzende des Kuratoriums, H.-D. Baller, drei Merkmale der Stiftung hervor: Die finanzielle Förderung aller Kinder und Jugendlichen über die Förderung der Arbeit der Jugendpflege und die unbürokratische Hilfe sowie Unterstützung im Einzelfall.
Zweitens hofft die Stiftung mit ihrer Arbeit die gemeinsame Verantwortung aller Bewohner für unsere Jugend zu fördern und hierdurch auch eine Gemeinschaft zu entwickeln. Durch ihre Konstruktion als Bürgerstiftung kann sie drittens allen Bürgern die Möglichkeit geben, auch mit kleinen Beträgen als Stifter zu wirken und somit die Verbundenheit mit ihrem Wohngebiet dauerhaft zu zeigen.
Prof. Heinz-Dieter Olbrich betonte in seinem Festvortrag "Soziale Verantwortung vor Ort - was können wir tun?", dass die Bündelung aller Kräfte, die im sozialen Bereich tätig sind, erforderlich ist, um einen möglichst großen Erfolg zu haben, und hierzu zeigte er auch Wege auf. Sein Vorschlag, in Ahnatal jährlich einen Tag der Begegnung und des Gedankenaustausches aller hier im sozialen Bereich tätigen Gruppen und Organisationen zu veranstalten, sollte eigentlich bald umgesetzt werden können.
Besonders schön war, dass die Ökumeni- und Kirchenkids sowie die TenSing Gruppe jeweils stark vertreten waren. Sie brachten mit frischem Gesang viel Fröhlichkeit in die Feier .
In Ihren Grußworten würdigten Bürgermeisterin Heldmann, Pfarrer Strenger und CDU-Vorsitzender Aufenanger die Stiftung, andere Vereine und Verbände hatten Grüße ausrichten lassen. Dank der Zuwendungen von kommunaler und Katholischer Kirchengemeinde sowie vom SPD-Ortsverein und dank privater Zustiftungen beträgt das Stiftungskapital nun 15.401,00 €.
Seit einem Jahr Mittagstisch am Kammerberg, jeden Mittwoch um 12.00 Uhr (Bericht verfasst: Mi 20.05.2009 17:00 Uhr)
In Gesellschaft schmeckt's besser: Das wissen nicht nur Alleinstehende. Was aber tun gegen die Einsamkeit vor dem gefüllten Teller? In Ahnatal ist die Lösung gefunden: Jeden Mittwoch um 12 Uhr gibt es im Ökumenischen Kirchenzentrum am Kammerberg einen Mittagstisch für alle, die lieber in geselliger Runde zu Messer und Gabel greifen, oder einfach nur mal die eigene Küche kalt lassen wollen.
Wer hierher kommt, muss weder Kammerberg-Bewohner noch alt und allein stehend sein. Alle Ahnataler, die sich von dem Angebot angesprochen fühlen, sind beim Mittagessen willkommen, um am langen Tisch nebenbei auch Geselligkeit und Zusammenhalt in ihrer Heimatgemeinde zu pflegen. So wünschen es sich die Initiatoren und freiwilligen Helfer.
Beim Oster-Frühstück im vorigen Jahr war die Idee aufgekommen. Reden, lachen, singen am Mittagstisch, das kommt gut an. Einmal pro Woche ist hier essen wie in einer großen Familie. Die Ehrenamtlichen arbeiten abwechselnd in kleinen Teams, decken die Tische, bringen auch Dekoration mit wie Blumen aus dem eigenen Garten, füllen Schüsseln und Platten. Das Essen kommt nunmehr von Meyer Menue auf Sammelbestellung aus deren Speiseplan. In der Broschüre heißt es: "Jeden Tag wird bei uns frisch gekocht und genussfertig direkt auf Ihren Mittagstisch angeliefert. Wir bieten Ihnen große Vielfalt sowie den besonderen Service." Zur Wahl stehen 7 recht schmackhafte Gerichte, und zwar 5 warme und 2 kalte. Zu den warmen Gerichten zählen in der Regel ein Eintopf, ein vegetarisches Gericht und ein Gourmet Menue. Eines der kalten Gerichte ist ein Salatteller. Bei der Essenswahl bekommen die Gerichte den Vorzug, die allein Lebende sich selbst eher nicht kochen würden. Zu jedem Essen gibt es ein Dessert dazu. Einen Salat im üblichen Umfang einer Beilage, der durch Aufteilung mitbestellter Salatteller gereicht wird, essen wir vorweg. Zum Hauptgericht wird Saft bzw. Wasser gereicht. Nach dem Dessert tut zum Abschluss ein Tässchen Kaffee beim Plausch der Verdauung gut. Das Ganze ist je nach Wahl für 5,00 bzw. 5,50 bzw. 7,00 € erschwinglich.
Von verschiedenen Teilnehmern hören wir als Helfer, sei es beim Tischdecken und Abräumen oder beim Fahrdienst, erfreut: "Eine wunderbare Idee und ein toller Einsatz von so vielen Freiwilligen" oder "Die Gesellschaft beim Essen ist mir viel wert" oder "Ich freue mich schon immer auf den Mittwoch" oder bei der Heimfahrt "Das waren wieder zwei schöne Stunden". Schönere Komplimente kann man wohl nicht bekommen. Das motiviert zum weiter so und sollte vielleicht auch neugierig machen, um den Mittagstisch am Kammerberg einmal zu testen. Sie können sich bis zum Montagabend anmelden bei Herrn Volland (Tel. 1734) oder beim Pfarramt (Tel. 9505).
Winterwerkstatt am Kammerberg wird ganzjährige Ökumenische Werkstatt (Bericht verfasst: Fr 28.08.2009 18:00 Uhr)
So fing es an: im Oktober 2008 trafen sich kreative Mitglieder unserer Kirchengemeinde das erste Mal zur Vorbereitung einer "Winterwerkstatt". Die Idee dazu hatte das Ehepaar Fleck. Mit der Intention zu gemeinsamem Wirken tauschte man Kompetenzen und Fähigkeiten untereinander aus.
Nach nur zwei Wochen fand schon die Winterwerkstatt unter fachlicher Anleitung statt. Filzen, Stricken, Sticken, Häkeln und diverse Holzarbeiten waren angesagt.
Es entstand eine kleine feste Gruppe, die 14-täglich zusammenfand.
Es kamen größere Projekte zu Stande. So wurden verschiedene Sterne aus Holz hergestellt.
In mühsamer und liebevoller Kleinarbeit über mehrere Wochen ließ die recht fleißige Gruppe sehr schöne Puppen entstehen.
Herr Fleck zeigte, wie man mit viel Geschick und Geduld mit der Intarsientechnik sehr schöne Dinge - u. a. ein Holzkreuz - erstellen kann.
Gefilzt wurde von der kleinen Ansteckblume bis hin zur Tasche. Wie wird eigentlich gefilzt? Benötigt wird bunte Filzwolle. Man legt Wollflocken in der gewünschten Form und Dicke aus und feuchtet sie mit Seifenwasser an. Dann werden sie zuerst ganz vorsichtig, dann immer intensiver mit den bloßen Händen bearbeitet, bis das Filz-Objekt die gewünschte Form und Festigkeit erreicht hat. Beim Filzen verschlingen sich Fasern ohne Einsatz von Binde- oder Klebemittel unter dem Einfluss von Wärme, Feuchtigkeit, Reibung und Druck zu einem regellosen Durcheinander, das nicht mehr aufgelöst werden kann.
Der ein oder andere ließ sich Anleitung zum Strümpfestricken geben. Je nach Angebot kamen immer mal neue "Kreative "dazu.
In diesem Rhythmus ging es bis zum April 2009 weiter. Dann wurde aus der Winterwerkstatt die ganzjährige Ökumenische Werkstatt. In den Sommermonaten traf sich die Gruppe einmal im Monat.
Ab September kommt die Gruppe alle 14 Tage im Ökumenischen Kirchenzentrum am Kammerberg zum gemeinsamen Werken zusammen. Für die nächste Zeit sind Arbeiten mit Heu, in Serviettentechnik, Filzen von Taschen und Läufern geplant. Für den Weihnachtsmarkt hat man schon erste Ideen. Der Verkaufserlös kommt - wie immer beim Weihnachtsmarkt - der Aktion "Brot für die Welt" zugute.
Für Gemeindefeste soll etwas angefertigt werden. So hatte die Werkstatt für unser diesjähriges Kirchengemeindefest kleine Blumen gefilzt. Sie konnten von den Besuchern als Erinnerung an das Fest mitgenommen werden. Wer wollte, spendete etwas für Ayudame. Weitere Ideen und Anregungen sind jederzeit erwünscht. Insbesondere sind Sie herzlich eingeladen mitzumachen. Sie sind geschickter als Sie denken. Erfolgserlebnisse am eigenen kreativen Gestalten bereiten Freude und spornen zum Weitermachen an. Sind Sie einfach neugierig und schauen erst mal zu oder haben Sie Lust, Weihnachtsgeschenke selbst herzustellen (Kinderspielzeug wie Lastwagen, Puppenwiegen...)?
In Absprache kann der Wochentag je nach Hauptthema flexibel festgelegt werden. Termine und Ansprechpartner werden rechtzeitig im "Blickpunkt Ahnatal" bekannt gegeben.
Ökumenische Gemeindefahrt am 26.- 27. 09.09 zum Kloster Volkenroda Gemeinsam einen neuen Ort kennen lernen - pilgern - beten (Bericht verfasst: Di 20.10.2009 18:00 Uhr) Froh gestimmt kann es losgehen Am frühen Samstagmorgen trafen wir uns, 22 Männer und Frauen aus beiden Gemeinden der Ökumene, am Ökumenischen Kirchenzentrum am Kammerberg, um nach Volkenroda/Kreis Mühlhausen zu fahren.
Pünktlich um 10 Uhr erreichten wir die Kirchenruine im Dorf Grabe, von der aus wir, als Pilger gesegnet, zu Fuß auf dem Pilgerweg Loccum-Volkenroda weitergingen.
Unser Ziel, das Kloster Volkenroda, überraschte uns als gelungenes Ensemble von alten und neuen Gebäuden: die restaurierten Reste der ehemaligen Zisterzienserkirche (12. Jh.) im Dialog mit dem Christuspavillon der Expo 2000, der für Volkenroda entworfen worden ist. Weiterhin werden seit der Mitte der 90er Jahre wiedergenutzt: der Amtshof, das Konventgebäude mit Kapitelsaal und Schlafsaal der Mönche sowie das ehemalige Spital (in dem wir untergebracht waren).
Wir quartierten uns für 24 Stunden im Kloster ein, um ganz in Ruhe die Atmosphäre dieses besonderen Ortes zu erspüren.
Im Kloster Volkenroda leben seit fast 20 Jahren in klösterlicher Gemeinschaft 2 Männer, 2 Frauen und 3 Familien. Sie gehören zur Christusbruderschaft Gnadenthal und geben diesem Ort ein eigenes Gepräge. Wir nahmen als Gruppe an ihrem Mittagsgebet in der alten Klosterkirche sowie am Sonntaggottesdienst im Christuspavillon teil.
Eine Führung durch das Kloster und eine Gesprächsrunde am Abend mit einem Ehepaar der Kommunität gewährten uns einen guten Einblick in die wechselvolle Geschichte des Ortes.
In eigener Regie gestalteten wir eine Meditation der vom Künstler Andreas Felger gestalteten 9 Kammern des Pavillons. Helene und Paul beschenkten uns dabei mit ihrer Musik. So erlebten wir die besondere Akustik des Pavillons, der im Sommer auch gern für Konzerte genutzt wird.
Nach dieser für uns sehr eindrücklichen Stunde sagt eine Teilnehmerin: "Dieser Ort wirkt auf mich sehr beruhigend. Ich spüre die Kraft, die von ihm ausgeht."
Am Ende eines langen Tages sangen wir im Wechsel mit Eva als Vorsängerin die Komplet in der alten Klosterkirche.
Ein besonderes Geschenk war das wunderschöne Herbstwetter an diesem Wochenende.
Dankbar und erfüllt fuhren wir am Sonntagnachmittag nach Ahnatal zurück.
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