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Renovierung der Ev. Kirche Sandershausen![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Kirchenrenovierung SandershausenIm Jahr 2004 hat der Kirchenvorstand beschlossen, die evangelische Kirche in Sandershausen gründlich renovieren zu lassen. Die Renovierung wurde damals mit knapp 265 000 Euro veranschlagt und soll umfassen dringend notwendige Arbeiten an den veralteten Elektroanlagen, den undichten Fenstern, der Heizung und dem Innenputz, der bereits an einigen Stellen von der Wand bröckelt. Jedoch soll die Kirche auch besser nutzbar werden für unterschiedliche Gottesdienstformen mit vielen oder auch mit wenigen Teilnehmern. Deshalb ist vorgesehen, im Altarbereich die vorhandenen Stufen zu entfernen. Dabei soll auch die Kanzel verändert werden und der schadhafte Altar durch einen neuen ersetzt werden. Der Gesamteindruck des Kirchenraumes soll durch eine neue Farbgebung verbessert werden, die auch den Anbau in das Gesamtbild integriert. Für die fachliche Begleitung der Baumassnahme konnte als Architekt Herr Dipl.Ing. Helmut Spitze gewonnen werden. Die Finanzierung der beschriebenen Renovierungsmaßnahmen soll hauptsächlich aus langjährig angesparten Baumittelrücklagen der Kirchengemeinde und einer Darlehnsaufnahme (zinslos bei der Landeskirche) erfolgen. Der Kirchenvorstand hofft, darüber hinaus Spender und Sponsoren zu finden. 14. Juli 2007 Nachdem ein Wettbewerb unter Studierenden von Kunsthochschulen kein befriedigendes und umsetzbares Ergebnis gebracht hat, unternimmt der Kirchenvorstand eine Rundreise, um renovierte Kirchen in der Region zu besichtigen, und holt Informationen und Anschauungsmaterial ein. Es soll ein Künstler, der Erfahrung mit der Gesamtgestaltung von Kirchenräumen hat, gefunden werden und um einen neuen Entwurf gebeten werden. 3. September 2007 Der Kirchenvorstand beschließt, den Künstler Tobias Kammerer aus Rottweil (http://www.Tobias-Kammerer.com) mit einem Gesamtentwurf zu beauftragen. Seine Kirchengestaltungen z.B. in Kassel-Auferstehungskirche, Bad Wildungen-Reinhardshausen und Rhoden haben dem Kirchenvorstand und dem Bauauschuss hervorragend gefallen. Kammerer wird den Entwurf noch in diesem Herbst vorlegen. 19. Dezember 2007 Tobias Kammerer stellt anhand eines Modells einen neuen Gesamtentwurf vor. Kammerer will den Mittelpunkt des Kirchenraumes durch das Einziehen einer Leichtbauwand nach vorne verlagern, so dass sowohl das Kirchenschiff als auch der Anbau jetzt gleichberechtigten Kontakt zum Zentrum haben. Kammerer greift aus dem vorhandenen Altarfenster die Idee des Feuers auf und gestaltet die neuen Fenster mit den Motiven Feuer, Wasser, Erde, Luft in frischen violetten, roten und blauen Farbtönen. Zudem ziehen sich von dem kräftig roten Kreuz mitten im Altarfenster ausgehend breite Farbstreifen über Fenster und als Malerei an der Decke entlang. Sie kreuzen orangefarbene Flächen, die dem Raum Leichtigkeit und Helle verleihen. Der Altarraum, jetzt ganz ebenerdig, erinnert mit Fußbodenintarsien an eine Planetenlaufbahn, zumal bewegliche, in der Grundfläche kreisrunde Prinzipalstücke darauf zu stehen kommen. Diese sind in verschiedenfarbigen Schichthölzern gestaltet, die an Menschen verschiedener Hautfarben erinnern sollen. Insgesamt hat der Entwurf eine starke spirituelle Ausstrahlung; er ist künstlerisch anspruchsvoll; die technische Durchführung jedoch ist weder schwierig noch besonders aufwändig. Eine Kostenschätzung wird Tobias Kammerer umgehend ausarbeiten. 20. Januar 2008 Die Gemeinde ist eingeladen, das Modell und die Entwürfe zu besichtigen und zu diskutieren. Unter den wenigen Interessierten wird Zustimmung vorgebracht, aber auch Kritik geäußert. 23. Januar 2008 Eine Arbeitsgruppe Förderkreis Kirchenrenovierung Sandershausen, vom Kirchenvorstand berufen, konstituiert sich (Mitgliederliste siehe "Ausschüsse des Kirchenvorstands"). Den Vorsitz übernimmt Ullrich Wieczorek. Der Förderkreis wird sich der Aufgabe annehmen, Spenden zu sammeln. Wir hoffen, in die Förderung des Kirchenerhaltungsfonds aufgenommen zu werden, welche große Einzelspenden verdoppelt, deshalb sammelt der Förderkreis eingehende Spenden, um sie gebündelt weiterzugeben. 05. Februar 2008 Vor der Innenrenovierung (226 500 Euro) ist eine Sanierung des Mauerwerks von außen nötig (75.500 Euro), die bislang nicht veranschlagt war. Damit steigen incl. der künsterlischen Gestaltung (158.000 Euro) die Gesamtkosten auf 470.000 Euro. 2. September 2008 Der Kirchenvorstand beschließt den Entwurf von Tobias Kammerer mit Abänderungen: Die von vielen Gemeindemitgliedern kritisierte Paravent-Wand ist nun verschwunden, der Blick auf das Fenster von Johannes Reinhold (1957) wieder frei. Eine Wandmalerei verbindet das alte mit den neuen Fenstern. Eine Stufe strukturiert den Altarraum und eine Bank ist als Chorpodest oder für Sitzplätze nutzbar. 6. und 7. Juni 2009 Das Vergissmeinnichtfest wirbt unter dem Motto "Eine Gemeinde blüht auf und Sie sind dabei". Ein Familiengottesdienst mit Pflanzaktion steht im Mittelpunkt. Die Einnahmen von fast 4000 Euro sind natürlich für den Förderkreis bestimmt. Oktober 2009 Der Förderkreis führt eine Brief-Aktion durch. Mit 5000 persönlichen Anschreiben sollen alle evangelischen Niestetaler um Spenden gebeten werden. Zur kostenfreien Zustellung der Briefe werden wieder viele Helfer und Helferinnen gebraucht. 19. April 2010 Das Gerüst wird aufgestellt. Der 1. Bauabschnitt beginnt: Das Mauerwerk wird restauriert, im Dachgebälk wird ein Überzug eingebaut und eine isolierende Lehmschicht aufgebracht, Dachrinnen und Blitzableiter werden erneuert. Die Arbeiten sind mit 136 000 Euro veranschlagt; damit steigt die Gesamtsumme auf 536 000Euro. Sie werden aus Baurücklagen und einem Darlehn finanziert, das das Landeskirchenamt zinslos gewährt. Der Förderkreis hat 31000 Euro Spenden gesammelt und versucht durch weitere Aktionen, diese Summe noch zu erhöhen, um die Finanzierung auch für den 2. Bauabschnitt zu sichern. 2. Mai 2010 Wetten dass wir es gemeinsam schaffen, ganz viele Menschen auf der Wiese an der Schwimmbadbrücke zu einer lebendigen Kirche aufuzstellen? So heißt eine Aktion, die der Förderkreis und der Gewerbeverband Niestetal gemeinsam durchführen. 324 Menschen und zwei Hunde kamen zum Foto, das am 20.6.2010 beim Gemeindefest als Poster erworben werden kann Juni 2010 Aufgenommen in die Projektliste des Kirchenerhaltungsfonds! Das bedeutet: alle Spenden, die bisher eingegangen sind und noch eingehen bis November 2010 werden verdoppelt! Der Spendenstand liegt bei 38 000 Euro, der Förderkreis dankt allen Spendern und hofft noch einmal auf neuen Schwung auf dem
Spendenkonto. 24. Januar 2011 Ullrich Wieczorek, Gisela Steffen und Pfrin Almut Krotz nehmen für den Förderkreis an der feierlichen Übergabe der Verdoppelungsbescheide des Kirchenerhaltungsfonds teil: 53.900 Euro werden verdoppelt! 16. Mai 2011 Viele Mitarbeitende helfen, die Kirche komplett auszuräumen. Der Gottesdienst findet im Gemeindehaus nebenan statt. Die Bauarbeiten im Innenraum beginnen und sollen bis Weihnachten 2011 abgeschlossen sein. 16.September 2011 Gemeindeausflug zur Glaswerkstatt Peters, Neuenbeken, wo gerade die Glasfenster hergestellt werden. Einblick in die Produktion und ein erster Eindruck der Fenster: sehr schön! 17. Oktober 2011 Immer mehr Überraschungen verzögern und verteuern die Baumaßnahme: Die Orgel kann nicht eingehaust werden, sondern muss komplett abgebaut werden. Die Elektrik muss nicht nur ergänzt, sondern komplett erneuert werden. Der Putz muss nicht nur im schadhaften unteren Bereich, sondern komplett entfernt werden und natürlich wieder aufgebracht werden in vielen Schichten, die lange trocknen. Die Fußbodenplatten lassen sich nicht unbeschädigt herausnehmen. Wir rechnen mit erheblichen Überschreitungen der Baukosten in bislang unbekannter Höhe. Und wir werden die Kirche Weihnachten 2011 wohl noch nicht wieder nutzen können. Anfang November erreicht uns die Nachricht, dass Tobias Kammerer einen schweren Arbeitsunfall erlitten hat und nicht wie geplant mit der künstlerischen Ausgestaltung unserer Kirche beginnen kann. Der Bauausschuss beschließt, die Kirche zunächst ohne die Wand- und Deckenmalerei und mit einem provisorischen Fußboden- belag im Chorraum fertigzustellen; auch der Entwurf für ein Altarkreuz fehlt noch. 12. November 2011 Gemeindeausflug in die Holzwerkstatt Beumler, Bad Oeynhausen, wo gerade die Prinzipalstücke hergestellt werden. 27. Dezember 2012 Laufend gehen weitere Spenden ein - so dass wir kurz nach Weihnachten das Spendenziel von 120.000 Euro erreicht haben (davon 53.900 Euro durch den Kirchenerhaltungsfond). Die Spenden setzen sich aus wenigen größeren (höchste Einzelspende 1500 Euro) und vielen kleinen Spenden (meist unter 50 Euro) zusammen. 4. Februar 2012 Bei ihrer Konfirmandenfreizeit in Niedenstein gestalten sechs Jungen und sechs Mädchen unter der Anleitung von Dr. Fritz Krotz ein Altarkreuz. 7. Februar 2012 Die Gesamtkosten liegen jetzt bei 605.000 Euro; darin sind die noch ausstehenden Arbeiten von Tobias Kammerer bereits enthalten. Die Finanzierung des Mehrbedarfs macht dem Kirchenvorstand einige Sorgen. 8. Februar 2012 Der Endspurt beginnt: Fa. Steffens aus Köln baut die Beschallungsanlage ein. Letzte Elektroarbeiten durch Fa Grüning. 9. Februar 2012 Die Orgelbauer der Fa. Bosch sind an der Arbeit und setzen die Orgel wieder ein. 10. Februar 2012 Grundreinigung durch Fa Richter. Letzte Ausbesserungen an den Malerarbetien durch Fa. Semmler. 11. Februar 2012 Die Prinzipalstücke werden geliefert - sie sehen sehr schön aus! Drei Mitarbeiter der Firma Beumler haben den ganzen Tag zu tun mit der Befestigung der Kanzel. Die Orgel wird fertig. 12. Februar 2012 Festgottesdienst zur Wiedereröffnung der renovierten Kirche mit Dekanin Jelinek.
Beteiligte Firmen: Beumler, Bad Oeynhausen, Prinzipalstücke Bosch, Niestetal, Orgelbau Denkmalpflege Huschenbeth, Mühlhausen, Zimmer-, Maurer- und Sandsteinarbeiten Eller, Neukirchen, Bänke Freund, Kassel, Heizungsplanung Grüning, Eschwege, Elektroarbeiten Hagemann, Kassel, Heizungsbau Hartmann, Niestetal, Klempnerarbeiten Imdat Celiker, Gudensberg, Erdarbeiten Kammerer, Rottweil, Kunstwerke Klassen und Görzen, Spangenberg, Tischlerarbeiten Kommbau, Kaufungen, Schmiedearbeiten Peters, Paderborn, Glaskunst Richter, Niestetal, Reinigung Richter, Kassel, Lichtplanung Ried, Wiesbaden, Blitzschutz Semmler, Niestetal, Putz- und Malerarbeiten Steffens, Köln, Beschallung Zugwurst, Niestetal, Elektroarbeiten
Finanzierung Gesamtsumme 605.000 Euro durch Spenden und Zuschüsse 220.000 Euro (inkl. Kirchenerhaltungsfond) durch Darlehn 180.000 Euro durch Rücklagen 205.000 Euro Werkstatt Peters: Glasfenster halbfertig. ![]() Werkstatt Beumler: Gießharzauflage des Altars wird gefraest. |
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