Impuls

Der aktuelle Impuls stammt aus der Familienkirche im Januar 2011. Das folgende Anspiel zu dem Predigttext in 2. Mose 33,12-23 wurde dort aufgeführt.

Hier finden Sie den Termin der nächsten Familienkirche.


Familienkirche am 16.01.11
Sonnenfinsternis
Lovis und Pia kommen total geschafft von der Schule
Pia: Ich bin so KO, das war heute echt anstrengend in der Schule!
Lovis: Da geht es Dir genau so wie mir, in der 7. und 8. Reli – ich sag Dir
Pia: Wenn man in der letzten Stunde Physik hat, ist es auch nicht gerade besser.
Lovis: Ja, aber Reli ist auch nicht einfach, wir hatten sowas kompliziertes!!
Pia: Auch bei uns war es total schwer. Reli ist dagegen doch so'n Laberfach und total easy.
Lovis: Von wegen, wir hatten einen total schwierigen Text über Mose.
Pia: Mose! Toll, aber bei uns ging es um die Sonne. Was die für die Welt bedeutet, von wegen Licht und Wärme und Photosynthese... Das hab ich eh alles nicht so richtig geschnallt.
Lovis: Immer diese Wissenschaftler! Bei uns ging es darum, dass Mose Gott sehen wollte, und der hat ihn aber nicht gelassen, Mose wurde in eine Bergspalte gesteckt, weil das sonst irgendwie zu gefährlich für ihn war, Gott mit bloßen Auge zu sehen.
Pia: Ach ja, und in die Sonne darf man nicht mit bloßen Auge blicken, dann kann was mit der Netzhaut passieren.
Lovis: Weißt Du, der Mose wollte den Gott unbedingt sehen, damit er einen Beweis hat, dass es ihn wirklich gibt. Unser Lehrer sagt, es gibt ja Momente, wo man Gott nicht spürt oder sieht, z.B. wenn es einem schlecht geht.
Pia: Die Sonne sieht man auch manchmal nicht, z.B wenn gerade Sonnenfinsternis ist.
Lovis: Ich glaube, Gott wollte Mose vor irgendwas Schlimmen schützen.
Pia: Apropos schützen: bei einer Sonnenfinsternis darf man nicht in die Sonne schauen, da soll man eine Schutzbrille tragen, sonst kann man blind werden
Lovis: Mose wäre wohl überfordert gewesen. Gott wusste, dass das so gefährlich ist, und dass das Mose nicht aushält.
Pia: Das mit der Sonne hat sich auch so gefährlich angehört, aber wenn wir die Sonne nicht hätten, gäbe es überhaupt kein Leben auf der Erde.
Lovis: An der Stelle fand ich es sogar ganz lustig, wie das in der Bibel stand. Gott hat gesagt: von vorne darfst Du mich nicht sehen, nur das, wenn meine Herrlichkeit vorbeizieht. Hörst sich doch komisch an, oder?
Pia: Urkomisch, toll!
Lovis: Ich glaube, mit Gottes Herrlichkeit meinten die die Natur, dass damit all die schönen Pflanzen gemeint sind, dass das das ist, was wir von Gott sehen können. Und dass es die schönsten Blumen sonst nicht gäbe.
Pia: Aber jetzt meinst Du doch bestimmt die Photosynthese!
Lovis: Wie was? Die Photo - was? Ich rede von Gott!
Pia: Photosynthese! Nicht Gott, ich rede von der Sonne. Die ist immer da, hat unser Lehrer erklärt, auch wenn man sie nicht sieht.
Pause
Lovis: (überlegt) Jetzt raffe ich das erst, das wollte der Gott dem Mose erklären...
Pia: Gott wollte Mose die Photosynthese erklären.
Lovis: Quatsch, Du bringst aber auch alles durcheinander. Nein! Gott ist immer da, auch wenn man ihn nicht sieht.
Pia: Und was hat das jetzt mit Sonne zu tun?
Lovis: (langsam, als wenn es Dir erst so nach und nach einfällt) Mose wollte Gott sehen und der hat ihm erklärt, er soll sich von ihm nur das anschauen, was er auch verstehen kann, als wenn er besser eine Schutzbrille tragen soll.
Aber trotzdem ist er immer an seiner Seite, in seiner ganzen Größe und Herrlichkeit, wie die Sonne immer scheint, auch wenn Nacht oder Sonnenfinsternis ist.
Der Mensch ist aber zu klein, das zu verstehen.
Pia: (Überlegt) Ganz ehrlich: ich bin zu klein, um das mit der Photosynthese zu verstehen, das kriegen wir aber auch erst nächstes Jahr in Bio.