Ostern 08.04.2012

Die Feier der Osternacht begann mit Lesungen aus dem Alten Testament von der Erschaffung der Welt und Worten des Propheten Ezechiel. Der berichtet im 37. Kapitel wie Gott seine Hand auf ihn legt und ihn in ein Tal mit Totengebeinen bringt. Dort haucht Gott den Knochen wieder Leben ein. „Diese Gebeine -so Gott zu Ezechiel - sind das Volk Israel. Ich hauche dem Volk meinen Geist ein, damit es wieder leben kann und führe es heim ins Land seiner Väter.“ Auf die von Lektor Gerhard Jäckel gesprochenen Gebete antwortete die Gemeinde mit „Kyrie Eleison.“ Pfarrer Pausch brachte das Osterlicht in die bis dahin dunkle Kirche. Die Gemeinde sang dazu „Christ unser Licht - Gelobt sei Gott.“ Zu einem Zwischenspiel des Posaunenchores wurde das Osterlicht an die Gemeinde verteilt. Christina Leinwather stimmte an der Orgel „ Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht“ an. Auf den Osterruf „Christ ist erstanden, er ist wahrhaftig auferstanden“ antworteten Projektchor und Gemeinde mit „Alleluja“ und „Herr erbarme dich.“ Nach dem von den Sängerinnen und Sängern angestimmten „Gloria“ begleitete der Posaunenchor die Gemeinde beim Tauflied „Kind du bist uns anvertraut.“ Getauft wurden an diesem Ostermorgen Finja Messerschmidt und Vivien Knoll. Auf das von Pfarrer Pausch verlesene Osterevangelium nach Matthäus antworteten Posaunen und Gemeinde mit „Christ ist erstanden.“ Zu Beginn seiner Predigt erzählte Pfarrer Pausch die Geschichte eines Piloten der nach geglückter Notlandung feststellt „Die Landebahn ist zwar ziemlich kurz aber unheimlich breit.“ Ein Bus ist zu hoch, um unter einer Brücke hindurchzufahren. Ein Passant gibt dem Fahrer den Rat, etwas Luft aus den Reifen zu lassen. Der antwortet „Die Zentimeter fehlen oben, nicht unten.“ Zunächst einmal erreicht man mit diesen Geschichten ein „Osterlachen.“ Diese Geschichten – so Pausch weiter - machen aber auch deutlich, dass für die Menschen das Offensichtliche manchmal im Verborgenen bleibt und nicht erkannt wird. Ähnlich geht es den Thessalonikiern, die den Apostel Paulus fragen, ob auch die Auferstehen, die vor Jesus gestorben sind. „Ihr könnt ganz ruhig sein - so Paulus an die Gemeinde - die Gestorbenen werden gegen über denen, die beim Kommen des Herrn noch am Leben sind nicht im Nachteil sein. „Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einher führen.“(1. Thess 4, 12-13) Umfragen zufolge glaubt heute nur etwa die Hälfte der Menschen an eine Auferstehung. Unser Gottvertrauen - so Pausch weiter - ist manchmal so flackernd wie eine Kerze im Wind. Wir brauchen Ostern damit wir im Glauben allen erzählen, dass Christus auferstanden und eine Hoffnung für uns ist. Unser Glaube stößt oft an Grenzen, da ist es wichtig an Ostern die Auferstehung Christi und das Leben zu feiern. Christus führt uns in ein neues Leben vom Dunkel ins Licht. Das „Osterlachen“ steht für den Sieg des Lebens über den Tod. Dieses Lachen - so Pausch abschließend - wollen wir mit nach Draußen nehmen, in die Osterzeit und in unser Leben. Die Sängerinnen und Sänger stimmten anschließend „Auf Ihr Zungen“ an. Nach dem von Pfarrer Pausch und Lektor Jäckel gesprochenen Fürbittengebet wurde gemeinsam Abendmahl gefeiert. Christina Leinwather begleitete die Gemeinde beim folgenden Choral „Er ist erstanden, Halleluja.“ Die Feier der Osternacht endete dann mit dem von Pfarrer Pausch gesprochenen Segen und „Hab Dank mein Gott“, dem Ausgangsspiel des Posaunenchores. Beim anschließenden Osterfrühstück saß die Gemeinde dann noch einige Zeit zusammen. Vielen Dank an Pfarrer Pausch und Lektor Jäckel für die liturgische Gestaltung der Gottesdienste in der Karwoche und an Ostern. Dank auch an Christina Leinwather, den Projekt- und Posaunenchor für die musikalische Umrahmung. Besonderer Dank an das Küsterehepaar Bernhardt die unsere Kirche österlich geschmückt und für alle Gottesdienste vorbereitet hatte sowie an die Damen und Herren des Kirchenvorstandes für das schmackhafte Osterfrühstück.

Oliver Knaack

Palmsonntag am 01.04.2012

Am Palmsonntag hatte die Kirchengemeinde zu einem musikalischen Gottesdienst eingeladen.  Der Posaunenchor intonierte zu Beginn eine Canzonetta des italienischen Sängers, Kapellmeisters und Komponisten Baldissera Donato (1530-1603). „Öffne mir die Ohren, damit ich deine Botschaft höre. Öffne mir die Augen, dass ich die Schönheit deiner Schöpfung sehe. Öffne meine Hände, dass ich deine Hilfe fasse,“ so der Text, den die Sängerinnen und Sänger des Projektchores rund um den Altar aufgestellt anstimmten.  Seit über 10 Jahren - so Pfarrer Pausch bei seiner Begrüßung - feiern wir an Palmsonntag einen musikalischen Gottesdienst, der von Kirchenmusikerinnen und -musikern aus der Gemeinde mitgestaltet wird. Zu Beginn der Karwoche wollen wir über Leben, Leiden und Tod Jesu nachdenken.  Organistin Christina Leinwather begleitete die Gemeinde beim Eingangslied EG 88 „Jesu meine Passion.“ Psalmgebet und Bittruf wurden vom Blockflötenquartett Wellerode mit den Stücken „Hornpipe“ von Henry Purcell (1659-1695) und dem vierten Satz der bretonischen Suite von Klaus Velten (geb. 1969) musikalisch umrahmt.  Die Bläserinnen und Bläser stimmten anschließend Vorspiel und Choral zu „Hab Dank mein Gott“ von J. Schaffner an. Als erste Lesung hörte die Gemeinde an diesem Morgen Worte aus dem 12. Kapitel des Johannesevangeliums, wo über Jesu Einzug in Jerusalem berichtet wird.  Die Sängerinnen und Sänger brachten anschließend begleitet von Christina Leinwather „Dir zu singen Allerhöchster“, eine Kantate für Chor und Orgel von Johann Sebastian Bach (1685-1750) zu Gehör. Worte aus dem 12. Kapitel des Hebräerbriefes schlossen sich diesem Liedvortrag an.  „Lasst uns ablegen alles, was uns beschwert und aufsehen zu Jesus, der für uns das Kreuz erduldet hat und sitzt zur Rechten Gottes.“  Aus dem Musical „Jesus Christ Superstar“ von Andrew Lloyd Webber stammte das folgende, vom Blockfötenquartett angestimmte Stück „Hosanna.“ Bei Markus 14, Vers 3-9 wird über Jesus in Bethanien berichtet. Die dort erfolgte Salbung Jesu wurde auch im anschließenden Choral „Kostbar war der Moment, gepriesen was sie tat“ von der Gemeinde besungen. Als Lied vor der Predigt hörte die Gemeinde von den Sängerinnen und Sängern „Stern auf den ich schaue.“ Der deutschen Komponistin Minna Koch (1845-1924) dienten hier als Vorlage gleichnamige Verse des evangelischen Theologen und Dichters Cornelius Adolf Krummacher (1824-1884). Als Predigttext las Pfarrer Pausch Worte aus dem 50. Kapitel des Propheten Jesaja.  „Der Herr - so Jesaja an die Israeliten - hat mich gelehrt was ich sagen soll. Jeden Morgen macht er mich bereit auf ihn zu hören wie ein Schüler auf seinen Lehrer.“ Mit diesen Worten will der Prophet, der sich selbst Knecht Gottes nennt, den Israeliten Mut machen, die unter der Knechtschaft der Babylonier leiden. Das Leid in der Welt – so Pfarrer Pausch - ist heute nicht weniger geworden. Die Menschen leiden unter Ungerechtigkeit und werden Opfer von Hass und Gewalt. Der Gottesknecht nimmt das Leid auf sich weil er weiß, dass Gott an ihm handelt.  Der Mensch heute ist auch verzweifelt über das leid in der Welt. Da braucht es manchmal auch „Dulden“ und „Hinnehmen.“ Mit dem Dulden gewinnt der Mensch erst die Kraft, das Schwere anzugehen und dem Leid zu widerstehen. Er nimmt dann nicht mehr alles hin und kann einschreiten, wenn Menschen in unserer Nähe Unrecht widerfährt. Bürgerrechtler wie unser Bundespräsident haben das Unrecht nicht hingenommen sondern mit Beharrlichkeit widerstanden.  In diesem Sinne - so Pausch abschließend - wollen wir Jesu Passion bedenken und in der kommenden Heiligen Woche den Tod, die Auferstehung und das Leben feiern.  Orgel und Bläser begleiteten die Gemeinde anschließend bei EG 452 „Er weckt mich alle Morgen.“ Nach Fürbittengebet und Vater Unser stimmte das Blockflötenquartett als letzten Liedvortrag  „A la Hornpipe“ ein Stück aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel (1685-1759) an.  Der Posaunenchor brachte dann Organistin Christina Leinwather mit „Happy Birthday“ ein Geburtstagsständchen in das Chor und Gemeinde mit einstimmten. Pfarrer Pausch überreichte der Jubilarin einen Blumenstrauß.  Der Gottesdienst endete dann mit EG 164 „Jesus stärke deine Kinder“ und dem Segen.  Vielen Dank an alle Mitwirkenden und an Pfarrer Pausch für diese musikalisch besinnliche Einstimmung auf die kommenden Ostertage. 

Oliver Knaack


Vorstellungsgottesdienst am 25.03.2012

Im Abendgottesdienst am letzten Märzsonntag stellten sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Gemeinde vor. Die Jugendlichen hatten auf ihrer letzten Konfer-Freizeit und im Unterricht Texte und Lesungen zum Thema „Respekt und Toleranz“ selbst erarbeitet und ausgesucht.  Nachdem sich die Jugendlichen der Gemeinde namentlich vorgestellt hatten stimmte Christina Leinwather an der Orgel als Eingangslied „Herz und Herz vereint zusammen“ an.  „Wenn wir respektiert werden sollen - so die Jugendlichen bei ihrer Begrüßung - müssen wir selbst auch Toleranz üben und respektvoll mit unseren Mitmenschen umgehen.“ „Hilf uns - so die Jugendlichen beim Bittruf weiter - dass wir Menschen mit Behinderungen wie normale Menschen behandeln und dass wir Ausländer in unserem Land willkommen heißen.“ Die Gemeinde antworte darauf mit „Herr erbarme dich.“ Als Lesung hörte die Gemeinde an diesem Abend Worte aus dem 4. Kapitel des Johannesevangeliums. „Wir wollen einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer liebt, hat Gott zum Vater und kennt ihn. Wenn wir einander lieben lebt Gott in uns. Dann hat seine Liebe bei uns ihr Ziel erreicht.“  Nach dem Glaubensbekenntnis sang die Gemeinde „Laudato si.“  Als Beispiele für Toleranz nannten die Konfirmanden anschließend, dass man jeden so annimmt wie er ist. Unter Toleranz versteht man außerdem, dass man keinen nach seiner Kleidung abstempelt oder schlechter behandelt.  Intolerant ist, wer Ausländer wegen ihres Aussehens oder ihrer Hautfarbe mobbt und sie nicht so respektiert wie sie sind. Auch Menschen, die immer ihren eigenen Weg gehen und immer nur ihre Meinung durchsetzen wollen sind intolerant.  Christina Leinwather stimmte anschließend EG 420 „Brich mit den Hungrigen dein Brot“ an.  Respektlos ist es - so die Jugendlichen weiter - wenn man andere wegen ihres Charakters ausgrenzt und sich über sie lustig macht. Respektlos ist auch, wer ältere Menschen nicht ernst nimmt oder auch wenn man im Bus für Ältere oder Kinder nicht aufsteht.  Jannika Bernhardt erzählte dann die Geschichte von Udo, der in seiner Klasse sehr beliebt war und von allen respektiert wurde.Als die Eltern umziehen, wird Udo von seinen neuen Mitschülern wegen seines Übergewichtes permanent gehänselt und beschimpft. Über ein Jahr geht das so und weil Udo mit der Situation nicht mehr klarkommt springt er vor einen Zug. Erst jetzt, als Udo nicht mehr da war merkten die Mitschüler, dass sie ihn eigentlich doch gemocht hatten und machten sich alle Vorwürfe. So kamen sie zur Einsicht, dass man jeden respektieren soll, egal wie er ist und wie er aussieht.  Wenn Jugendliche sich so einem Thema annehmen -so Pfarrer Pausch zu Beginn seiner Predigt - ist das auch eine Art Zeitansage.  Denn es geht darum, nach welchen Werten wir miteinander leben wollen. Eine Frage, die auch Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Antrittsrede aufwarf. „Alle sollen hier zu Hause sein, egal woher sie kommen und welche Sprache sie sprechen.“ Über christliche Werte wie Respekt und Toleranz hat auch schon Jesus in der Bergpredigt gesprochen. Nächstenliebe sollen wir üben und unsere Feinde lieben.  Im 14. Kapitel des Römerbriefes wird berichtet, wie Christen auf dem Markt in Rom das Fleisch der Götter zum Essen angeboten wird. Der Apostel Paulus antwortet den Menschen: „Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit und Friede, nicht Essen und Trinken.  Toleranz heißt aus dem lateinischen übersetzt soviel wie „etwas ertragen oder erdulden.“ Es ist nicht immer einfach zu ertragen - so Pausch mit einem Schmunzeln - wenn Jugendliche einmal nicht der gleichen Meinung sind wie ihre Eltern.  Treffend hat das auch Albert Einstein formuliert: “Toleranz ist das menschenfreundliche Verständnis für Eigenschaften, Auffassungen und Handlungen anderer Menschen, die der eigenen Gewohnheit, der eigenen Überzeugung oder dem eigenen Geschmack fremd sind.“ Man soll also anderen Menschen gegenüber nicht gleichgültig sein sondern Verständnis und Einfühlungsvermögen entwickeln für die Situation des Anderen.  Jeder Mensch ist nach der Schöpfungsgeschichte ein „Ebenbild Gottes.“ Diesen Respekt kann jeder verlangen, egal ob er mit Stärken oder Schwächen gesegnet ist.  Wir Christen sind das Salz der Erde und das Licht der Welt. Als Christen können wir auch Respekt und Toleranz in diese Welt hineinbringen. Wir dürfen uns auch nichts wegnehmen lassen von Intoleranten und Respektlosen. Wir leben im weltweiten Haus der Menschen, die an Jesus Christus glauben und tragen ein Stück weit Verantwortung, dass alle in diesem Haus miteinander in Frieden leben können. Respekt und Toleranz – so Pausch abschließend - sind die ersten Schritte dazu.  Im folgenden Lied „Wo ein Mensch Vertrauen gibt“ heißt es in der zweiten Strophe: „Wo ein Mensch den andern sieht, nicht nur sich und seine Welt fällte in Tropfen von dem Regen der aus Wüsten Gärten macht.“  Im Fürbittengebet dankten die Jugendlichen Gott dafür, dass er für Respekt und Toleranz sorgt und dass er alle Menschen so respektiert wie sie sind.  Sie baten auch um Hilfe für diejenigen, die Intoleranz und Respektlosigkeit von ihren Mitmenschen erfahren. Es soll Gleichberechtigung auf Erden herrschen und alles sollte friedlich sein. Hilf uns, dass wir uns einsetzen für Respekt, Toleranz und Gerechtigkeit.  Nach dem Schlusslied „Herr wir bitten komm’ und segne uns“ sprachen die Jugendlichen und Pfarrer Pausch gemeinsam den Segen.  Vielen Dank den Konfirmandinnen und Konfirmanden für diesen ansprechenden Gottesdienst zum Thema Respekt und Toleranz.  Die Konfirmation wird mit einem Abendmahlsgottesdienst am Sonntag, den 15.04. gefeiert. 

Oliver Knaack


Weltgebetstag der Frauen am 02.03.2012

Am ersten Freitag im März laden Frauen aller Konfessionen zum Weltgebetstag ein. Die diesjährige Weltgebetstagsordnung hatten Frauen aus Malaysia erarbeitet. Sie stand unter der Losung „Steht auf für Gerechtigkeit.“ Organistin Christina Leinwather intonierte zu Beginn die Malaysische Nationalhymne „Negaraku“, was übersetzt soviel heißt wie „Mein Land.“ Mit einem herzlichen „Selamat Datang“, „Friede und Willkommen“ wurden die Gottesdienstbesucher von Sabine Henkel, Renate Gärtner, Brigitte Schumacher, Irmgard Scholz und Hannelore Herrmann begrüßt. Für uns in Malaysia - so die Frauen weiter - ist Frieden ein sehr hohes Gut. Der bunt gemischten Bevölkerung ist es wichtig, „Willkommen“ zu sein, da es in der Vergangenheit immer wieder Einwanderungsbewegungen gegeben hat. Friede und Angenommensein werden sichtbar, wenn Menschen unterschiedlicher Religionen in der gleichen Familie oder Gemeinschaft leben. So lernen die Menschen dort ständig einander zu tolerieren und zu akzeptieren. Malaysia - so Frau Herrmann bei ihrer mit Dias umrahmten Landespräsentation - ist in vielerlei Hinsicht besonders. Es besteht aus einem Westteil mit der Hauptstadt Kuala Lumpur und einem Ostteil, der durch das südchinesische Meer getrennt 500 km davon entfernt auf der Insel Borneo liegt. Die rund 28 Mio. Einwohner setzen sich aus malaiischen, chinesischen und südasiatischen Bevölkerungsgruppen zusammen. Auf Borneo leben noch indigene Völker. Staatsreligion ist der Islam, ¼ der Bevölkerung sind Anhänger von Buddhismus und Hinduismus. Durch die Kolonialisierung kam auch das Christentum nach Malaysia. Malaysia ist eine föderale, konstitutionelle Monarchie und zählt heute zu den 15 bedeutendsten Handelsnationen. Das Titelbild zum Weltgebetstag stammt von der 2009 verstorbenen malaiischen Künstlerin Hanna Cheryan Varghese. Es strahlt Ruhe und gleichzeitig Bewegung aus und soll eine Ermutigung zum Aufrichten sein. Auf das von den Frauen gesprochene Gebet antwortete die Gemeinde „Voller Hoffnung wenden wir uns an Gott. Er ist unsere Hilfe und unser Schild. Wir vertrauen seinem heiligen Namen und setzen unsere Hoffnung auf ihn.“ Die Frauen dankten anschließend für die Menschen die vor langer Zeit ins Land kamen um Handel zu treiben. Wichtig für das Land waren auch Missionarinnen und Missionare, die mit ihrer Glaubensstärke und voll Hingabe für ihren Auftrag Kirchen bauten. Dank wurde auch gesagt für die tropische Artenvielfalt, die Schönheit des Landes und dafür, dass Malaysia ganz Asien wiederspiegelt. Die Danksagungen wurden von der Gemeinde mit dem Lied „Für die Heilung aller Völker“ musikalisch umrahmt. Die Frauen in Malaysia sind besorgt über den Zustand ihrer Nation. Gott fordert sie auf, für ihr Land Verantwortung zu übernehmen und sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Der Prophet Habakuk berichtet davon, dass die Ungerechten die Gerechten umzingeln, verdrehtes Recht kommt dabei heraus. Doch auch wenn der Ölbaum seine Frucht im Stich lässt und die Äcker keine Nahrung liefern ist Gott unsere Stärke. Habakuk - so die Frauen weiter - zeigt uns, dass Beharrlichkeit in unser Vertrauen zu Gott verwurzelt ist. In Gott sind Recht, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit untrennbar verbunden. Als zweite Lesung hörte die Gemeinde an diesem Abend Worte aus dem Lukasevangelium. Jesus erzählt dort von einer Witwe, die so lange zu einem Richter geht um für ihr Recht einzustehen bis dieser nachgibt. Die Gemeinde stimmte dazu EG 599 „Selig seid Ihr“ an. Für Gerechtigkeit in Malaysia setzt sich Irene Fernandez ein. Sie gründete die Organisation „Tenaganita“, „Frauenkraft“ die sich seit 1991 um Schutz und Rechtsbeistand für Frauen kümmert.

Der Südafrikaner Alan Paton (1903-1988) hatte den Mut, für Gerechtigkeit einzustehen. Er setzte sich Zeit seines Lebens gegen Rassismus und Apartheid ein. Die Frauen luden dann dazu ein, auch einmal über Ungerechtigkeiten im eigenen Land und was man dagegen unternehmen kann, nachzudenken. Die Gemeinde betete dazu mit den Worten: „Gott, öffne meine Augen und Ohren, dass ich die Not der anderen sehe und ihre Schreie nach Gerechtigkeit höre. Öffne mein Herz, damit sie nicht ohne Beistand sind.“ Das folgende Lied „Öffne Gott, meine Augen mir“ nahm die Gedanken des Gebetes noch einmal auf. Mit der Kollekte – so die Freuen weiter - wollen wir die Arbeit von Irene Fernandez und „Tenaganita“ unterstützen. Mit dem Geld soll ein Projekt das sich gegen die Ausbeutung weiblicher Hausangestellter in Malaysia wendet gefördert werden. - 268,52 € wurden als Kollekte gesammelt – herzlichen Dank für dieses stolze Ergebnis! - Auf die von den Frauen gesprochenen Fürbitten antwortete die Gemeinde mit „Gott du Quelle der Gerechtigkeit, höre unser Gebet.“ Nach dem gemeinsam gesungenen „Vater unser, Vater im Himmel“ endete der Gottesdienst dann mit Sendung und Segen. Als Schlusslied stimmte Frau Leinwather EG 490 „Der Tag ist um die Nacht kehrt wieder“ an. Frau Herrmann lud die Gemeinde dann zu Essen und Trinken rund um den Altar ein, wo man bei landestypischen Spezialitäten wie Krabbentaschen, Hähnchen- Reissalat oder Kokons - einer Art Pfannkuchen - noch einige Zeit beisammenstand. Vielen Dank den Frauen des Vorbereitungsteams für diesen stimmungsvollen und informativen Gottesdienst. Besonderen Dank auch an Christina Leinwather für die musikalische Umrahmung.

Oliver Knaack


Zentraler Gottesdienst in Vollmarshausen mit Reimpredigt 19.02.2012

Am Fastnachtssonntag fand im Rahmen der „Kooperation der Kirchengemeinden in der Söhre“ ein gemeinsamer Gottesdienst in der Vollmarshäuser Kirche statt.  An diesem Abend - so Pfarrerin Kerstin Grenzebach bei ihrer Begrüßung- wollen wir darüber nachdenken, was es bedeutet, „Sich zu verkleiden, ein anderer zu sein.“ Organistin Elke Phieler begleitete die Gemeinde beim Eingangslied EG 331 „Großer Gott wir loben dich.“  Nach einem von Frau Grenzebach gesprochenen Psalmgebet hielt Pfarrer Klaus - D. Inerle (Lohfelden –Ochshausen) die Schriftlesung aus Matthäus 5, Vers 13-16. Dort spricht Jesus von den Gemeindegliedern als dem Salz der Erde und dem Licht der Welt. Nach EG 584 „Meine engen Grenzen“ hielt Werner Pausch mit „Predigtreimbeistand“ Ingrid Ruhrmann-Brandt (Lohfelden) seine in Wellerode schon traditionelle gereimte Predigt.  „Mit Dir zu reimen, lieber Werner, bei meiner Seel, nichts tat ich gerner. Kommen wir zum Thema nun, warum wir uns verkleiden tun.“ Im Buch Samuel wird berichtet, wie das Volk Israel einen König sucht. Gott selbst gibt den Israeliten zu bedenken: Wisst ihr so ein König... will Geld, Schloss und viel Soldaten, ab und zu auch Rinderbraten. Und mitten drin im Alltagstrott meint plötzlich er, er selbst sei Gott.“ Israels erster König Saul bewährt sich im Kampf gegen die Philister. Er wählte sich 3000 Mann, mit ihm zog sein Sohn Jonathan. Und Saul schlug zu mit kurzen Hieben so wie James Bond und 007. Er fühlte sich so groß und mächtig, ein Königtum, so glanzvoll prächtig. Als die Philister zum Gegenangriff blasen versucht Saul Gott: Ich bin noch immer hier der Boss, wir kämpfen jetzt sonst wär’ es schade, Gott liefert sicher nach die Gnade. Wie Saul da seinen Herrgott zwingt, was wie wir wissen ja nichts bringt. Gott lässt sich nicht zum Büttel machen, egal wie trickreich auch die Sachen. Des Königs Haltung die so cool, bringt Saul letztendlich um seinen Stuhl. Die Affäre um Bundespräsident Wulff, der letztlich auch seinen Stuhl im Schloss Bellevue räumen musste kommentierte Pausch so: Geht’s nach Mallorca oder Sylt, die Freunde sind doch stets gewillt, dir schnell ein Domizil zu geben- ganz preiswert, es sind Freunde eben. Man schätzt dich sehr, du wirst beschenkt, ein Schelm wer Schlimmes dabei denkt.  Ich hätte auch an Sylt Plaisier, doch ach, kein Freunderl wulfft mit mir.  Denn wenn du wulffen willst auf Erden, dann darfst du niemals Pfarrer werden. Werde Minister oder Präsident, damit dich wirklich jeder kennt.  Als Nachfolgerin schlage ich vor die Margot Käsmann,  weil die den „Rücktritt“ so gut kann. Auch zur der Rolle der Bildzeitung bei der Affäre Wulff hatte Pausch einige kritische Worte: Nur etwas hat die letzten Wochen, echt gestunken, nicht nur gerochen:  Das die eine BILDer-Zeitung, die in Deutschland hat Verbreitung  sich aufschwingt, das ist ganz fatal, zum Sittenwächter der Moral. Nach diesem Ausflug in die aktuelle Politik gab es dann erst einmal Musik. Wolfgang von Heusinger intonierte an seiner Drehorgel „Die Hände zum Himmel.“  Ingrid Ruhrmann-Brandt berichtet dann, wie Gott dem Propheten Samuel einen neuen König für Israel verheißt: „Ich setze über Israel einen neuen König, der entscheidet und seine Seele nicht verkleidet.“  Samuel wird zu Isai geschickt, damit einer seiner sieben Söhne König werde. Doch nicht der stärkste wird von Gott erwählt, sondern:  „David tritt ein, ganz braun gebrannt, die Augen klar und wach man fand. Nicht wuchtig wie ein Tannenwald, doch irgendwie von schön Gestalt. Der Samuel sein Salbhorn füllt, David wird ganz vom Geist umhüllt.  An Weisheit nimmt er zu sodann, noch jung, doch schon Gottesmann. Statt Disco und das Kippen qualmen , schrieb Songs er die man kennt als Psalmen. Auch wir - so Pausch weiter- als guter Christ sehen oft nur was vor Augen ist, geändert hat sich wenig heute, noch immer machen Kleider Leute.  Wo Leut’ wir sehen auf die wir bau’n, wir schnell dem Augenscheine trau’n. Auch wird Gemeinde oft gemessen an Gliederzahl und großem Raum, Gemeindebrief und sehr viel Schaum. Doch Jesus sagt, jetzt mach’ mal halbe, kaufe bei mir Augensalbe  damit dein scharfer Blick ermisst, was Splitter und was Balken ist.  Aus dem Gemeindeleben in Lohfelden wusste Pfarrer Pausch folgendes zu berichten:  Zum Gottesdienst geht der Lohfeldner bekanntlich sonntags eher seltner.Der Kirchenvorstand meinte, wenn Gottesdienst das Dorf vereinte so müsste man was dafür tun, gegen den Vorwurf sich nur auszuruh’n. Und so beschloss man und lud ein, den Landesbischof Martin Hein. Das in Lohfelden, weil so toll ist, die Kirche auch mal wieder voll ist.  Doch liebe Leute, habt doch Mut, nicht nur der Bischof predigt gut. Der Pfarrer und die Pfarrerin sind für Euch immer ein Gewinn. Drum sag ich es macht immer Sinn, ist Hein auch weg, geht trotzdem hin.  Für viel Gesprächsstoff sorgten im letzten Jahr in Vollmarshausen die Aktionen an der Kirchenmauer. „Fuhr man vorbei, so sah man wohl manch Bibelwort und manch Symbol. Doch im November da brach los, Empörung wie ein Rippenstoß Es war nichts böses, war nichts arges, nur der Deckel eines Sarges. Für’n Totensonntag wollt’ man werben, „Memento Mori“, du musst sterben. Und dann ganz schnell schon vor’m Advent hat man den Deckel rasch weggetan  und zündet den Riesen-Adventskranz an.  In Wellerode in der Söhre - so Pausch weiter-  fragt man sich wie ich jetzt höre, wo kommt die Haltestelle hin. Denn besser wird –so die Beteuerung- alles durch die Dorferneuerung. Vergessen ist der nachbarliche Krach, der Fußballer mit Wattenbach. Auch die andre Sorge wird man missen, das Keim’sche Haus ist abgerissen.  Was alle Mann beschäftigt hier,... das ist der örtliche Nahverkehr. Läuft der jetzt längs durch’s Dorf oder auch quer, wo er hält, wenn ja, warum, sag mal kümmerst du dich drum?  Den geplanten Pfarrstellenabbau in Wattenbach /Eiterhagen kommentierte Pausch so: Und in der Söhre, über’m Berg als Pfarrer ist Ernst List am Werk.  Wenn der dann bald in Rente geht, seine Stelle krass gekürzt wird auf die Schnelle So dass sie dann nach Pfarrer List nur noch ¾ Stelle ist.  Und mancher fragt schon jetzt voll Graus, wie sieht ein Dreiviertel-Pfarrer aus?  Nach diesen „lokalen Qualen“ unterhielt Herr von Heusinger die Gemeinde noch einmal mit fastnachtlichen Weisen.  Ein anderer werden- sich verkleiden - so Werner Pausch und Ingrid Ruhrmann-Brandt abschließend - an Fastnacht sollt’ ihr’s nicht vermeiden. Denn die Veränderung probeweise schlägt eurem Glauben eine Schneise Zu seh’n was ihr zwar alle wisst, und was man trotzdem oft vegisst: Das ihr für Gott einmalig seid, egal in was für einem Kleid.  Kommt wieder wenn es auch hat gefallen, wir sind fast jeden Sonntag da  Und sagen euch auch wenn es manchen stört dass man in solchen Häusern hört,  ganz selten etwas ungereimtes, wer nicht hierher kommt der versäumt es.  Die Fürbitten hielten an diesem Abend Pfarrer Ernst List (Wattenbach/Eiterhagen) und Bernt Henning (Lohfelden-Crumbach). Nach dem von Pfarrerin Grenzebach gesprochenen Segen stand man bei Salzstangen Wasser und Wein noch einige Zeit zusammen.  Vielen Dank den Pfarrerinnen und Pfarrern der Söhregemeinden für die Gestaltung dieses gemeinsamen Abendgottesdienstes. Besonderen Dank an Ingrid Ruhrmann-Brandt und Werner Pausch für die unterhaltsame Predigt sowie an Elke Phieler und Wolfgang von Heusinger für die musikalische Umrahmung.  Die Kirchengemeinden laden schon jetzt ein zum nächsten gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst an Pfingstmontag an gleicher Stelle.  Beachten sie dazu bitte die Veröffentlichungen im Blickpunkt und im Söhrewaldboten. 

Oliver Knaack


Neujahrsempfang am 05.12.2012

Im Gottesdienst am „Sonntag Septuagesimä“, siebzig Tage vor Ostern begrüßte Pfarrer Werner Pausch auch viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, da im Anschluss der Neujahrsempfang im Gemeindehaus stattfand. Organistin Heidi Jäckel begleitete die Gemeinde beim Eingangslied „O Gott, du frommer Gott.“ Pfarrer Pausch betete mit Worten aus Psalm 28 „Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hofft mein Herz, und mir ist geholfen.“ Als Schriftlesung hörte die Gemeinde an diesem Morgen Worte aus dem 20. Kapitel des Matthäusevangeliums, wo über das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg berichtet wird. Als Predigttext hatte Pfarrer Pausch Worte aus Jeremia 9 ausgewählt. „Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, sondern dass er klug sei und mich kenne spricht der Herr.“ Darf man sich selbst rühmen? Der Wunsch nach Anerkennung in Schule, Beruf oder auch in der Gemeinde gehört wohl zur Menschheit dazu. Unsere tägliche Arbeit ist leichter geworden, wir kommen schneller von A nach B, die Lebenserwartung hat sich gesteigert. Auch soziale Errungenschaften wie Mitmenschlichkeit bedeuten etwas. Doch es gibt auch die andere Seite, wo Show und Angeberei „Mein Haus, mein Boot, mein Auto...“ den Ton angeben. Da zweifelt manch einer an sich selbst und ist gefangen zwischen seinen eigenen Ansprüchen und der Wirklichkeit. Man macht sich selbst etwas vor und verliert das Vertrauen in sich selbst. Die Israeliten stehen vor einem Krieg, jeder stellt zur Schau was er hat. Je größer die Angst vor dem Scheitern, desto schriller die Selbstdarstellung. Jeremia mahnt hier das Volk, sich nicht seiner selbst zu rühmen. Stattdessen sollen die Menschen ihre Grenzen erkennen, die man nach Jeremia bei Gott findet. Wenn Gott der Rahmen für das Rühmen ist handelt man auch im Sinne von denen, die am Rand der Gesellschaft stehen und übernimmt für sie Verantwortung. Gott ruft uns zu: “Fürchtet euch nicht, auch wenn ihr alt und schwach seid, denn in Gottes Geist seid ihr frei von allen Ansprüchen.“ So heißt es auch in der Jahreslosung für 2012: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Wer Gott kennt, muss nicht das letzte aus sich herausholen. Mit ihrer Aktion „Sieben Wochen ohne“ ruft die evangelische Kirche auch in diesem Jahr wieder dazu auf, etwas gegen falschen Ehrgeiz zu tun und in der Fastenzeit auf etwas zu verzichten. So sorgt man für sich und hat auch einen Blick auf die anderen, schwächeren Glieder der Gemeinschaft und lernt Gottes Barmherzigkeit kennen. Nach dem Segen lud Pfarrer Pausch dann zum Neujahrsempfang ins Gemeindehaus ein. Dort begrüßte er unter anderem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Bücherei, dem Posaunenchor, vom Kigo Team und dem Projektchor sowie unser Küsterehepaar Edith und Willi Bernhardt. In einer kurzen Ansprache erinnerte er mit der Kirchennacht, der Kirchenmusikwoche zum Orgeljubiläum und dem Jugendgottesdienst mit der Band „Dienstag“ an einige Highlights des vergangenen Jahres. Das Kirchencafé am letzten Sonntag im Monat wird gut angenommen. Der Gemeinderaum wurde von Mitgliedern des Kirchenvorstandes in Eigenleistung renoviert. Eine Leinwand wurde angeschafft, die notwendigen Anschlüsse gelegt, damit in Kürze mit dem „Kinderkino“ ein neues Angebot an den Start gehen kann. Es gab 10 Trauungen und 13 Traujubiläen. Außerdem wurden 2 Glaubensseminare veranstaltet. Auch im Jahr 2012 wird es am 23.06. eine Kirchennacht geben. Kirchenkonzerte, unter anderem am Palmsonntag sind in Planung. Besonders erwähnte Pfarrer Pausch noch die Narrenpredigt am 19.02. und einen ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag, die im Rahmen der „Kooperation der Kirchengemeinden in der Söhre“ in Vollmarshausen stattfinden. Beachten sie herzu bitte auch die Veröffentlichungen im Söhrewaldboten. Dann war es an der Zeit, das von den Damen und Herren des Kirchenvorstandes schmackhaft hergerichtete Buffet zu eröffnen. Als besondere Überraschung hatte Pfarrer Pausch dann noch ein Lied zur Melodie von „Marmor Stein und Eisen bricht“ von Drafi Deutscher umgeschrieben, das unter großem Applaus vom Projektchor und anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorgetragen wurde. Mit dem Refrain werden auch künftig alle Gemeindeglieder zur aktiven Mitarbeit eingeladen. Jedermann von Hektik spricht aber in der Kirche nicht komm doch einfach mal vorbei und du fühlst dich neu. In diesem Sinne noch einmal Dank an alle, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz ihren Beitrag zu einem aktiven und ansprechenden Gemeindeleben leisten.

Oliver Knaack


Neujahrsgottesdienst 01.01.2012

Pfarrer Pausch begrüßte die Gemeinde zu ersten Gottesdienst des Neuen Jahres und wünschte allen ein gutes Jahr 2012.  Organistin Christina Leinwather begleitete die Gemeinde beim Eingangslied EG 61 „Hilf’ Herr Jesu lass gelingen, hilf das neue Jahr geht an.“ Im von Pfarrer Pausch gesprochenen Psalmgebet heißt es: „Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Der Herr behüte deinen Eingang und Ausgang von nun an bis in Ewigkeit.“ Kirchenvorsteherin Tilla Blumenstein las aus Lukas Kapitel 4, wo von Jesu Rückkehr in seine Heimatstadt Nazareth berichtet wird.  Zu Beginn seiner Predigt zitierte Pfarrer Pausch die erste Strophe des zuvor angestimmten Liedes „Von guten Mächten“ des lutherischen Theologen Dietrich Bonhoeffer (1906-1945). „Von Guten Mächten treu und still umgeben , behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein Neues Jahr.“ Das Neue Jahr - so Pausch weiter - ist am ersten Tag noch wie ein unbekanntes Dorf. Da braucht man Hoffnung, keine lockeren Sprüche.  „Hoffnung“ - so schrieb der ehemalige tschechische Staatspräsident Vaclav Havel aus dem Gefängnis an seine Frau – „ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht. Hoffnung ist die Gewissheit, dass etwas Sinn macht, egal wie es ausgeht.“ Diese Worte haben viel mit dem Christlichen Glauben zu tun. Glaube verspricht Sinn, so wie die Worte der Jahreslosung 2012 aus dem 2. Korintherbrief: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Nach außen wollen wir oft Stärke demonstrieren, wünschen uns eine starke Wirtschaft oder eine starke Währung. Schwachheit gehört aber auch zu den Menschen, genau dafür schärft die Jahreslosung den Blick.  Ein neugeborenes Kind ist noch schwach, aber wenn es den Betrachter anlächelt hellen sich seine Gesichtzüge auf. Da wird etwas angerührt, da geht von Schwachheit Kraft aus. So mag es auch den Heiligen Drei Königen im Stall zu Bethlehem ergangen sein.  Die Kraft der Schwachheit kommt aus der Güte und Gnade Gottes.  Diese Gnade geht vom Kind in der Krippe und vom Mann am Kreuz gleichermaßen aus und wird in der Osternacht mit der Auferstehung offenbar.  Bleibt zu hoffen, dass die Kraft Gottes auch in den Gemeinden lebt, auch im Zusammenleben mit anderen Religionen. Mit dieser Kraft können wir 2012 gestalten.  Der Gottesdienst endete dann mit EG 421 „Verleih uns Frieden gnädiglich“ und dem von Pfarrer Pausch gesprochenen Segen.  Am Ausgang konnten die Gottesdienstbesucher dann die Worte der Jahreslosung und von Vaclav Havel mit nach Hause und in das Neue Jahr nehmen. 

Oliver Knaack


Gottesdienst zur Christnacht 24.12.2011

Christina Leinwather begleitetet die Gemeinde zu Beginn beim Choral „Herbei o ihr Gläub’gen.“  Gebete von Pfarrer Pausch wurden vom Posaunenchor mit 2 Strophen von EG 55 „O Bethlehem du kleine Stadt“ musikalisch umrahmt.  Die Bläserinnen und Bläser begleiteten die Gemeinde auch beim folgenden Lied „Lobt Gott ihr Christen alle gleich.“ Als erste Lesung hörte die Gemeinde an diesem Weihnachtsabend Worte des Propheten Jesaja der das Kommen Jesu vorhersagt. „Es wird ein Reis aufgehen...“ und „Das Volk das im Finstern wandelt sieht ein helles Licht.“ Der Projektchor unter der Leitung von Gerhard Jäckel stimmte dazu im Wechsel der Gemeinde „Es ist ein Ros’ entsprungen“ und das „Ave Verum“ an.  Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas „Es begab sich aber zu der Zeit...“ wurde von den Sängerinnen und Sängern mit den Chorsätzen „Der Heiland is geboren“ und „Ich steh’ an deiner Krippen hier“ begleitet.  Der Posaunenchor stimmte anschließend EG 54 „Hört der Engel helle Lieder“ an.  Diese Heilige Nacht - so Pfarrer Werner Pausch zu Beginn seiner Predigt - ist anders als andere Nächte.  Wir erinnern uns daran, wie wir selbst als Jugendliche mit Freunden das erste Mal Weihnachten gefeiert haben. Über diese Erinnerung hinaus sehen wir das helle Licht der Geburt Jesu.  Die Worte des Propheten Jesaja klingen auch nach 2000 Jahren noch zu uns herüber.  Das Volk Israel war verzweifelt im finsteren Babylon. Mit den Worten Jesajas keimt Hoffnung auf, dass das unabwendbare noch gewendet wird. Nach einem Zwischenspiel von Frau Leinwather an der Orgel erzählte Pfarrer Pausch die Geschichte einer schwangeren Frau, die sich am Heiligen Abend vor Bombenangriffen mit ihrem Kind in einem Keller versteckt.  Gedanken voll Schwermut an ihren Mann an der Front und daran wie sie das Kind zur Welt bringen soll beschäftigen sie. Da wird ein Licht angezündet, jemand stimmt Weihnachtslieder an und liest die Weihnachtsgeschichte vor. Friede auf Erden, wann wird das sein? Eine Frage die heute noch so aktuell wie damals ist.  Das Licht der Heiligen Nacht soll auch uns leuchten in all den irdischen Nächten die voll sind von Angst und Verzweiflung.  Wenn wir von diesem Licht erhellt werden - so Pausch abschließend - können wir auch etwas davon an andere weitergeben.  Nach „Stille Nacht“ und dem Segen begleiteten Orgel und Posaunen die Gemeinde noch bei „O du fröhliche.“ Vielen Dank an Frau Leinwather, den Projekt- und Posaunenchor für die musikalische Umrahmung. Dank an Pfarrer Pausch für die ansprechende Weihnachtspredigt. Besonderen Dank auch an Küsterin Edith Bernhardt , die unserer Kirche für die Weihnachtsgottesdienste festlich geschmückt und vorbereitet hat.  Kirchenvorstand und Pfarrer Pausch wünschen der Gemeinde eine frohe, gesegnet Weihnacht und alles Gute für das Jahr 2012. 

Oliver Knaack

Familiengottesdienst mit Weihnachtsspiel der Konfirmandinnen und Konfirmanden 24.12.2011

edes Jahr das gleiche - so die Jugendlichen zu Beginn- die Konfis müssen ein Weihnachtsspiel machen, haben aber eigentlich gar keinen Bock.  Zur Einstimmung hilft da schon mal ein Blick in die Bibel. Bei Matthäus wird berichtet, dass Josef ein Engel im Traum erschien, der die Geburt des Kindes ankündigt und ihm seine Ängste davor nimmt.  Heute würde sich das wohl eher so anhören:  „Hey Joe, ich bin schwanger und ein Engel hat mir gesagt, dass es ein Kind von Gott ist.“ Joe denkt, Mary hätte ihn betrogen und will wissen, mit wem sie rumgemacht hat. Worum geht es den Menschen an Weihnachten? Sind wir hier auch schon soweit wie in Amerika, wo das Fest der Liebe von Werbeagenturen vermarktet wird? Es muss ein großes Event werden mit Flugzeugen in Rentierform, die „Happy Christmas“ hinter sich herziehen und der Weihnachtsmann grüßt als „Darth Vader“ aus dem Word Wide Web. Die Jugendlichen lesen weiter in der Bibel, die Weihnachtsgeschichte nach Lukas 2 „Es begab sich aber zu der Zeit...“ Mary und Joe auf Wohnungssuche – damals wie heute nicht immer einfach, gerade wenn die Frau schwanger ist.  Der Weihnachtsmann ruft verzweifelt beim Erzengel Gabriel im siebten Himmel an. Der kennt Weihnachten - so wie es die Menschen heute feiern - gar nicht und weiß auch nicht wer der Weihnachtsmann ist.  In der Heiligen Schrift - so lesen die Jugendlichen weiter - ist von einem Weihnachtsmann auch nicht die Rede. Stattdessen kommen drei Weise aus dem Morgenland und die Hirten von den Feldern um den neu geborenen König mit Gold, Weihrauch und Myrrhe zu huldigen. Den finden Sie aber nicht am Hof des Königs Herodes sondern - wie geschrieben steht - nachdem sie alszus dem Stern gefolgt sind als Kind in Windeln gewickelt in einem Stall in Bethlehem.  Weiter lesen die Jugendlichen von den Hirten auf dem Felde, die von einem Engel und den himmlischen Heerscharen auch zum Stall geleitet werden.  Der Erzengel Gabriel hat mittlerweile eine Lösung für das Problem vom Weihnachtsmann gefunden. „Wir müssen den Leuten die Geschichte von der Geburt Jesu erzählen und alle Jahre wieder, alle Jahre wieder vorspielen. Damit sie erkennen was Weihnachten wirklich bedeutet: Nicht Kaufen und Kommerz sondern ein Kind von Gott das unsere Welt mit Liebe rettet. Mit Liebe von Gott, damit wir nicht vergessen mit Liebe zu leben.  Vielen Dank dem Kigo Team (Dana Musiol, Vicky Finis , Jennifer Adrian, Tanja Otto, Marit Bernhardt, Lisa Löber) den Kigo Kindern und den Konfirmandinnen und Konfirmanden für die stimmungsvollen Weihnachtsspiele.

Oliver Knaack


Familiengottesdienst mit Weihnachtsspiel der Kinder 24.12.2011

„Alle Jahre wieder“, es war mal wieder soweit, in der Welleröder Kirche wurden kleine Kinder zu großen Schauspielern. Lange wurde geprobt, fleißig Text auswendig gelernt und das richtige Kostüm ausgesucht bis das fertige Krippenspiel am Nachmittag des Heiligabends den neugierigen Eltern, Omas und Opas, Onkel und Tanten, Geschwistern und Freuden vorgeführt werden konnte! Bevor es aber losging, mussten sich die kleinen Schauspieler noch ein wenig gedulden. Zum Eingang stimmte sich die Gemeinde mit dem Weihnachtsklassiker „Ihr Kinderlein kommet“ auf die bevorstehenden Weihnachtsfeiertag ein. Nach einem kurzen Gebet ertönten weihnachtliche Klänge aus vielen unterschiedlichen Flöten. Beate Brunst-Sprenger und ihre Flötenkinder machten die Weihnachtsstimmung perfekt.  Und dann war es endlich soweit, „Licht aus, Spot an“! Plötzlich war das Lampenfieber vergessen und die Gemeinde wurde in die Zeit zurückgeführt als sich Maria und Josef aufmachten nach Bethlehem.  Kaspar, Melchior und Balthasar wunderten sich über ein außergewöhnliches Sternzeichen, welches die Geburt eines neuen Königs ankündigen sollte, sich machten sich auf die Reise, den neuen König zu begrüßen, immer dem Stern hinterher. Derweil wurde in Nazareth angekündigt, dass jeder in seine Heimatstadt gehen solle um sich in Steuerlisten einzutragen. So mussten sich Maria und Josef auf den Weg nach Bethlehem machen, denn Josef war ein Nachkomme des Königs David. Doch in Bethlehen angekommen, hatten sie Mühe eine Bleibe zu finden, denn alle Betten waren bereits belegt. Da half Ihnen ein armer Hirtenjunge und führte sie zu einem Stall. Die Hirten auf dem Felde wurden von dem Jungen informiert, dass ein Kind im Stall zur Welt gekommen sei, und das dieses ein Königskind sein sollte. Die Hirten spotteten, doch dann wurde ihnen durch einen Engel die frohe Botschaft überbracht!  Begleitet von der Gemeinde sangen die Kinder nun, „Engel haben Himmelslieder“. Die Hirten waren einsichtig und folgten dem Junge in den Stall. Auch die heiligen drei Könige fanden den Weg und alle zusammen freuten sich über das neugeborene Kind, über Jesus!  Ein Kompliment an unsere kleinen Schauspieler, das Lampenfieber hat man euch gar nicht angemerkt. Nach dem Fürbittengebet und dem Vaterunser sang die Gemeinde im Stehen noch „O du fröhliche“ und dann wurden alle zu Bescherung nach Hause entlassen! 

Jennifer Adrian


Jugendgottesdienst am 18.12.2011

Am vierten Adventssonntag hatte die Kirchengemeinde zu einem Jugendgottesdienst eingeladen. Die Mitglieder der Jugendband Dienstag hatten die Texte und Lesungen zum Thema „Vergebung“ selbst erarbeitet. Eike Böttger intonierte zum Eingang an der Orgel „Let it Be“ von John Lennon und begleitete die Gemeinde auch bei 2 Strophen von EG 1 „Macht hoch die Tür.“ Die Idee zum Thema – so Rieke Schmidt bei der Begrüßung - war der Band bei Gesprächen über einen Fall aus dem Iran gekommen. Eine Frau war von ihrem Ehemann geblendet worden. Als sie nach vielen Jahren die Möglichkeit hatte, ihrem Peiniger gleiches anzutun, vergab sie ihm. Um Vergebung - so Pfarrer Pausch weiter - geht es auch bei Johannes dem Täufer, wenn er die Menschen dazu auffordert umzukehren und sich zu ändern. Nach neuesten Statistiken - so die Jugendlichen bei einem Rollenspiel - lügen die Menschen mehrmals am Tag. Es kann aber auch zu Problemen führen, wenn man die Wahrheit, zum Beispiel über seinen Vorgesetzen sagt und gekündigt wird. Beziehungen können auch in die Brüche gehen, wenn die Partner einander die Wahrheit sagen und sich nur noch streiten statt einander zu verzeihen. Die Menschen brauchen wohl mal einen „Crashkurs im Vergeben.“ Als ersten Liedvortrag stimmte Dienstag „Jesus in my house“ an und lud die Gemeinde zum Mitklatschen ein. In der von Jasmin Bernhardt und Lucas Werner vorgetragenen Meditation zu Psalm 25 heißt es: „Herr zeige mir deine Wege, leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich. Gedenke Herr, an deine Barmherzigkeit und Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind.“ Der von den Jugendarbeitern Jan Reis und Thomas Knierim verlesenen Bittruf wurde von Jugendband und Gemeinde mit „Rhythm of Love“ von den Plain White T’s und dem „Kyrie Eleison“ musikalisch umrahmt. Nach dem von Tina Heinemann gesprochenen Gebet stimmte die Orgel EG 638 „Ich lobe meinen Gott der aus der Tiefe mich holt“ an. „Extrablatt, Extrablatt, Amoklauf in Lüttich“ schallte es danach durch die an diesem Morgen gut besuchte Kirche. Wie gehen die Angehörigen der Opfer mit Ihrer Wut und Trauer um? Kann man dem Menschen, der das getan hat überhaupt vergeben? Da ist es sicher einfacher, dem Nachbarn nach einem Streit zu verzeihen oder einem Autofahrer, der dem anderen einen Spiegel abfährt. „Euch ist vergeben“ rief der Zeitungsverkäufer auch den Passanten zu, die einfach weitergingen und das Extrablatt erst nach Aufforderung zahlten. Im Folgenden, von Dienstag selbst geschriebenen Titel „Perfekt“ geht es darum dass man eben nicht immer nur perfekt ist, Fehler macht und dafür um Vergebung bittet. Als Schriftlesung hörte die Gemeinde die Seligpreisungen aus dem Matthäusevangelium und sprach ein Glaubensbekenntnis aus unserer Zeit, das von den Teilnehmenden eines Glaubensseminars in Wellerode im Februar 2011 formuliert worden war. Das der „Herr heute noch Wunder tut, Stunde um Stunde, Tag für Tag“ besingt Samuel Harfst in seinem Lied „Das Privileg.“ Es ist wichtig - so Rieke Schmidt und Werner Pausch zu Beginn ihrer Dialogpredigt - sich zu entschuldigen und um Vergebung zu bitten. Zum Beispiel wenn man jemandem die Meinung sagt und später merkt, dass der andere ziemlich verletzt wurde. Man muss erwarten können, dass das Vergebene nicht noch einmal passiert. Bei der folgenden Geschichte wurde auch das Rätsel um die am Eingang verteilten Kartoffeln gelöst. Ein Meister trug seinem Schüler auf, in jede Kartoffel den Namen von einem Menschen zu ritzen der ihm ein Leid angetan hatte. Mit einem schweren Sack voll Kartoffeln war der Schüler dann sieben Tage unterwegs. Wer nicht vergeben kann trägt die ganze Last also ein Leben lang mit sich herum wie einen Sack Kartoffeln. Lernen zu vergeben kann man auch, wenn man daran denkt, wann man selbst einmal etwas falsch gemacht hat und froh war, das der Betreffende verzeihen konnte. Wir glauben ja auch daran, dass wir vor dem Herrn immer wieder neu anfangen können und feiern Gottes Vergebung für unsere Sünden mit dem Abendmahl. Im anschließenden Gemeindelied EG 628 „Herr gib mir Mut zum Brücken bauen“ heißt es an einer Stelle: „ich möchte gern dort Hände reichen, wo jemand harte Fäuste ballt, ich suche unablässig Zeichen des Friedens zwischen Jung und Alt.“ Auf die von den Jugendlichen im Gebet gesprochenen Fürbitten antwortete die Gemeinde mit „Gedenke Herr, an deine Barmherzigkeit und Güte“, Worte aus dem zu Beginn gehörten Psalm 25. Als letzten Liedvortrag stimmte Dienstag mit „Something in the Water“ den aktuellen Hit der neuseeländischen Pop/Folksängerin und Songwriterin Brooke Fraser an. Mit dem ebenfalls aus der Feder von John Lennon stammenden „Happy X-Mas, War is over“ wurde die Gemeinde dann zum Ausgang geleitet, wo die zuvor verteilten Kartoffeln gegen ein gutes Wort von Mahatma Gandhi eingetauscht werden konnten. „Christus lebte und starb vergebens, hätte er uns nicht gelehrt, unser Leben nach der Liebe auszurichten.“ Vielen Dank der Jugendband Dienstag und Pfarrer Werner Pausch für diesen stimmungsvollen und ansprechenden Gottesdienst zum Thema „Vergebung.“

Oliver Knaack


20. Welleröder Weihnachtsmarkt am 04.12.2011

Der 20. Welleröder Weihnachtsmarkt stand unter keinem guten Wetter-Stern und der gute Draht von Werner Pausch hat diesmal auch nicht wirklich funktioniert. Dennoch waren wir ganz überrascht, dass so viele Leute unseren Weihnachtsmarkt besucht haben. Pünktlich um 14.00 Uhr wurde der Weihnachtsmarkt traditionell von unserem Posaunenchor, unter Leitung von Gerhard Jäckel, eröffnet, anschließend begrüßte Pfarrer Werner Pausch die Besucher und wünschte Ihnen viel Spaß beim Stöbern. Wir hatten uns auch zum Jubiläumsmarkt große Mühe gegeben einen schönen Markt zu erstellen und der Besucherstrom im Zelt hörte auch gar nicht mehr auf, man wurde zeitweise durch das Zelt geschoben. Es gab aber auch sehr viel zu sehen und zu erstehen, angefangen von den Holzarbeiten von Herbert Pfaff und Ralph Hindenburg, selbst hergestellte Seifen von Monika Lohmann, die Plätzchen von den Turnerfrauen, weihnachtliche Sträuße der Fröhlichen Frühstücksfrauen, adventliche Basteleien von Frau Schnitzerling, selbst erstellter Schmuck von Frau Franz, der Dritte Welt Stand, der von Brigitte Messerschmidt und Konfirmandinnen betreut wurde, Bastelarbeiten der Kindergärten Kleine Wichtel und Kleine Waldwichtel und viele selbst gestrickte Sachen, wie Strümpfe, Schals, Strümpfchen für Geldgeschenke, Weihnachtskarten usw. von vielen fleißigen Händen. In der Kirche hatten sich der AK Gottesdienst und unsere Jugendband „Dienstag“ Texte und Musik zum Advent einfallen lassen, sie konnten ihr Adventliches vor einer gut gefüllten Kirche vortragen. Besinnliches und Lustiges wechselten sich hier ab und man hat sich gut eingestimmt gefühlt. In der Bücherei gab es neben dem Bücherquiz eine Menge neue und alte Bücher zu erstehen. Nachdem man sich einen ersten Eindruck verschafft hatte, konnte man auf die kulinarische Reise gehen, angefangen bei den Waffeln der Fröhlichen Waffelbäcker zum Bratwurststand von Petra und Peter Liesert.  Dazu konnte Einiges an guten Getränken bei der rot/schwarz/gelben Fraktion im Zelt zu sich genommen werden. Wer es beschaulicher haben wollte, ging in die Kaffeestube um sich dort von den Damen des Kirchenvorstandes verköstigen zu lassen. Das Kinderkarussell stand den ganzen Nachmittag nicht still, die Kinder konnten dort ihre Runden drehen. Auch der Nikolaus stattete dem Weihnachtsmarkt seinen Besuch ab und sah in viele erstaunte auch manchmal erschrockene Kindergesichter. In der Kirche gab es außerdem noch eine kleine Zeitreise von 1981 bis heute, vom ersten Weihnachtsmarkt 1981, damals durchgeführt von der Kindergruppe die „Heinzelmännchen“, bis hin zum Jahr 2009 dem 19. Markt. Viele Informationen gab es über die Schule der Deutschen Gemeinde in Addis Abeba mit ihren Projekten.

An dieser Stelle gilt mein Dank Allen, die sich für diesen Nachmittag zur Verfügung gestellt haben und dazu beigetragen haben, dass es eine runde Sache wurde.  Ein besonderer Dank gilt dem Blasorchester die unter großen Mühen das Zelt zweimal aufbauen mussten.  Die Deutsche Schule in Adis Abeba darf sich freuen über ca. 2000 €, die für eines ihrer Projekte eingesetzt werden kann.  Hannelore Herrmann

Der Kirchenvorstand bedankt sich ebenfalls ganz herzlich bei allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben – und besonders bei Hannelore Herrmann für ihr Engagement bei diesen und den anderen Weihnachtsmärkten!

W. Pausch, Pfr.


Eröffnungsgottesdienst "Brot für die Welt" am 27.11.2011

Im Gottesdienst am ersten Adventssonntag wurde die 53. Aktion „Brot für die Welt“ eröffnet. Die Aktion - so die Konfirmandinnen und Konfirmanden bei ihrer Begrüßung - steht in diesem Jahr unter der Losung „Es ist genug für alle da.“ Im Gottesdienst wollen wir uns fragen ob dieses Moto stimmt oder genauer, unter welchen Voraussetzungen stimmt es? Christina Leinwather intonierte zu Beginn EG 1 „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.“ Im Lobgesang der Maria nach Lukas 1, Vers 46-55 heißt es: „Gott stürzt die Mächtigen vom Thron und richtet die Unterdrückten auf, er macht die Hungrigen satt und schickt die Reichen mit leeren Händen fort.“ So etwa könnte Maria Angeles, wohnhaft in einem Slum von Manila den Lobgesang heute singen: „Gott ist nicht der Herr der Großgrundbesitzer, Zuckerbarone und Politiker. Er deckt den Armen selbst den Tisch, er steht zu seinem Versprechen. Er hat sein Volk aus der Unterdrückung befreit und wir werden leben in seinem Reich.“ Es ist genug für alle da- so die Jugendlichen weiter- wenn das Klima nicht kippt und wenn wir hier in Europa nicht mehr soviel Fleisch essen. Wichtig ist auch, dass wir teilen lernen.  Wenn jeder aber nur daran denkt, seinen eigenen Lebensstandard zu halten und die Armen sich keine Lebensmittel leisten können wird nie genug für alle da sein. Es gibt auch zu viele Menschen auf dieser Welt.  Nach EG 420 „Brich mit den Hungrigen dein Brot“ hörte die Gemeinde als Schriftlesung an diesem Morgen die Geschichte von der Speisung der 5000 aus dem 6. Kapitel des Johannesevangeliums.  Als Glaubensbekenntnis sprachen die Jugendlichen Worte aus Psalm 145:“Wir glauben an Gott, der gütig und barmherzig ist, geduldig und von großer Güte. Er sättigt alles was er geschaffen hat nach seinem Wohlgefallen. Er ist König für alle Zeiten und seine Herrschaft hört niemals auf.“ Die Gemeinde stimmte anschließend EG 512 „Herr, die Erde ist gesegnet von dem Wohl tun deiner Hand“ an.  Zu Beginn seiner Predigt las Pfarrer Werner Pausch aus dem 2. Buch der Könige, Kapitel 4 Vers 42-44. Dort wird von einem Mann berichtet, der dem Propheten Elisa zwanzig Gerstenbrote und neues Getreide brachte. Elisa sprach zu ihm: “Gib’ s den Leuten das sie speisen , den der Herr sagt man wird essen und es wird noch übrig bleiben.“  Die Zeitungslektüre der letzten Jahre lässt uns fast täglich Fragezeichen dahinter setzen, ob bei Klimawandel, Finanz- und Wirtschaftskrisen wirklich genug für alle da ist. Das Volk Israel- so Pausch weiter- begibt sich von den Fleischtöpfen Ägyptens auf eine 40 Jahre währende „Lernreise“ durch die Wüste, um am Ende in das gelobte Land einzuziehen. Umdenken ist angesagt, Kopf und Herz sollen sich neu einrichten dass scho genug da ist, auch in der Wüste. Gott lässt „Himmelsbrot“ –Manna- regnen, damit sein Volk zu essen hat.  Auf unserer Erde wird soviel produziert , dass eigentlich jeder im Durchschnitt täglich 2700 Kalorien bekommen kann. Wie viele Kalorien beanspruchen wir und vor allem wie viele Lebensmittel vernichten wir täglich, weil wir im Überfluss leben? Die Israeliten haben in der Wüste gelernt, dass am Ende jeder genug hatte von Gottes Himmelsbrot. Gottes Kinder brauchen nicht zu scheffeln, Gott gibt ihnen jeden Tag genug.  Brauchen wir Lebensmittel aus aller Welt zu jeder Zeit? Müssen wir jeden tag bis 20 Uhr noch frisches Brot vom Bäcker haben? Was übrig bleibt wird täglich tonnenweise vernichtet. Das genügen da ist hat auch etwas mit unserer „Lebenshaltung“ zu tun. Vielleicht –so Pausch abschließend- brauchen wir auch ab und zu mal einen längeren Weg durch die Wüste um unsere Haltung im Umgang mit Lebensmitteln zu überdenken.  Hunger stellt den Glauben in Frage. Gott will, dass alle Menschen genug von allem haben und dass wir mit den Armen teilen.  Frau Leinwather stimmte EG 9 „Nun jauchzet all ihr Frommen“ an. Die Jugendlichen berichteten dann von den Konso, einem Volk im Süden Äthiopiens. Wenn ein Kind geboren wurde, fielen früher jedes Mal 1000 Bäume. Heute sind nicht mehr genügend Bäume da, weil die Konso alles abgerodet haben.  Durch ein von „Brot für die Welt“ gefördertes Programm könne die Konso jetzt ihre Felder bewässern, sie bauen Obst und Gemüse an, ernten zweimal im Jahr und haben dreimal am tag zu essen.  Nicht nur für dieses Projekt- so die Konfirmanden abschließend- sollend die Menschen ihre Herzen und Geldbörsen öffnen, damit auch in Zukunft genug für alle da ist.  Im folgenden Fürbittengebet dankten die Jugendlichen dafür, dass fast alle Gemeindeglieder genug zu essen haben und baten für die Menschen, deren Einkommen nur schwer zum Leben reicht. Der Gottesdienst endete dann mit dem gemeinsam gesprochenen „Vater Unser“ und dem von Pfarrer Pausch gesprochenen Schlusssegen.  Vielen Dank den Jugendlichen für diesen informativen Gottesdienst zur Eröffnung der 51 Aktion „Brot für die Welt“ und an Pfarrer Pausch für die ansprechende Predigt. 

Oliver Knaack


69. Welleröder Kirchenkonzert am 16.11.2011

Zu 69. Welleröder Kirchenkonzert begrüßte Pfarrer Werner Pausch am Buß und Bettag Herrn Bezirkskantor Martin Baumann.  Herr Baumann hatte für diesen Abend Werke von Georg Böhm (1661-1733) und des zeitgenössischen Kantors und Kirchenmusikdirektors Rolf Schweizer (geb.1936) ausgewählt.  Georg Böhm erhielt von seinem Vater - einem Lehrer und Organisten - die erste musikalische Ausbildung. Nach Studium in Jena war er bis zu seinem Tode als Organist an der Johanniskirche in Lüneburg tätig. In dieser Zeit zählte auch der junge Johann Sebastian Bach zu seinen Schülern. Böhms Einfluss auf dessen frühe Orgelwerke und Klaviersuiten lässt sich stilkritisch vermuten aber nicht belegen.  Orgelwerke wie das zu Beginn von Herrn Baumann intonierte „Präludium in C“ waren ursprünglich zum eigentlichen Choral hinführende oder den Gottesdienst eröffnende Stücke.  Rolf Schweitzer erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Blasmusikverein seiner Heimatgemeinde Emmendingen.  Nach Studium der Kirchenmusik in Heidelberg war er von 1956-1966 Kantor an der Johanniskirche in Mannheim und danach bis zu seinem Ruhestand Bezirkskantor in Pforzheim, der Stadt, die ihm auch die Ehrenbürgerwürde verlieh. In seiner Tätigkeit als Chor- Bläser- und Orchesterdirigent wurde er weit über die Region hinaus bekannt. Schweitzer gilt als Protagonist der Musikgattung „Neues geistliches Lied. “ Martin Baumann ließ an diesem Abend mit „Herr mach mich zum Werkzeug deines Friedens“ nach einem Text von Franz von Assisi (EG 416) und „Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken (Text: Psalm 92 2-6, EG 285) auch Lieder erklingen, die Eingang in unser Gesangbuch gefunden haben.  Als weiteres Stück aus Schweizers Feder brachte Herr Baumann EG 287 „Singet dem Herrn ein neues Lied“ zu Gehör. Charakteristisch für Schweizers Orgelwerke ist das Spielen mehrerer Tonarten auf beiden Manualen Diese für Orgel neuartige Klangsprache kam bei den 1991 komponierten acht Charakterstücken „Ludi Organi“ besonders zum Ausdruck.  Von den zahlreichen Liedbearbeitungen Georg Böhms ließ Herr Baumann die Choral-Partita „Herr Jesu Christ dich zu uns wend“ und „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ erklingen.  Den Abschluss dieses Kirchenkonzertes bildeten drei Variationen Böhms zu „Vater unser im Himmelreich.“  Unter großem Applaus überreichte Werner Pausch an Herrn Baumann als kleines Dankeschön einen Tropfen edlen sardinischen Weines.  Vielen Dank an Herrn Bezirkskantor Baumann für dieses besinnliche ansprechende Konzert am Buß- und Bettag.  Das 70. Welleröder Kirchenkonzert wird am Dienstag den 06.12. stattfinden.  Beachten sie dazu bitte die Veröffentlichungen im Söhrewaldboten. 

Oliver Knaack


Reformationsgottesdienst am 31.10.2011

Unter der Losung „Sich zu Christus bekennen“ hatte der Evangelische Kirchenkreis Kaufungen zum Reformationsgottesdienst in die Kaufunger Stiftskirche eingeladen. Die Posaunenchöre aus Kirchbauna, Wellerode, sowie Ober- und Niederkaufungen unter der Leitung von Achim Hartung intonierten zu Beginn den schwungvollen Einzug des zeitgenössischen Komponisten Traugott Fünfgeld (geb. 1971). Frau Bezirkskantorin Angelika Großwiele an der Orgel begleitete mit den Bläserinnen und Bläsern die Gemeinde beim Eingangslied EG 362 „Ein feste Burg ist unser Gott.“ An diesem Abend - so Frau Dekanin Carmen Jelinek bei Ihrer Begrüßung - wollen wir der Bedeutung der Reformation für uns Christen Rechnung tragen und auch unsere Verbundenheit miteinander im Kirchenkreis zum Ausdruck bringen. Auf den im Wechsel gesprochenen Eingangspsalm 46 „Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in großen Nöten die uns getroffen haben“ antwortete die Gemeinde mit „Ehr sei dem Vater.“ Bittruf und Lobpreis wurden von den Sängerinnen und Sängern aus acht Vokalchören des Kirchenkreises unter der Leitung von Bezirkskantor Martin Baumann mit den Chorsätzen „Herr erbarme dich“ von Johann Nepomuk David (1895-1977) und „Lobsinget dem Herrn“ von Camille de Saint Saens (1835-1921) musikalisch umrahmt. Als Schriftlesung hörte die Gemeinde an diesem Abend die Seligpreisungen aus dem 5. Kapitel des Matthäusevangeliums. Pfarrerin Corinna Luttropp-Engelhard (Kirchbauna /Hertingshausen) und Pfarrer Bernd Hartmann (Oberkaufungen) schilderten Situationen mitten aus dem Leben in denen sich Menschen zu Christus bekennen. Da wurde von einem Jungbläser berichtet, der morgens mit seinem Chor den Konfirmationsgottesdienst musikalisch gestaltet und dafür auf eine gemeinsame Unternehmung mit Freunden verzichtet. Auch wer als Pate Verantwortung für ein Kind mit übernimmt bekennt sich zum Christ sein, genau wie alle, die ehrenamtlich in der Kirche mitarbeiten und denen der Gottesdienst und das Mitgestalten in einer lebendigen Kirche wichtig sind. Nach EG 136 Vers 1 „O komm du Geist der Wahrheit“ und dem gemeinsam gesprochenen Glaubensbekenntnis stimmten die Vokalchöre „Dir zu singen, Allerhöchster“ von Johann Sebastian Bach (1685-1750) an. Frau Dr. Christiane Axt-Piscalar, Professorin für systematische Theologie an der Universität Göttingen stellte Worte aus dem 10. Kapitel des Matthäusevangeliums in den Mittelpunkt ihrer Predigt. Jesus spricht dort zu seinen Jüngern: „Ihr sollt euch vor keinem Menschen fürchten. Was jetzt noch verborgen ist muss ans Licht kommen, was noch niemand weiß muss enthüllt werden. Was ich euch in der Dunkelheit anvertraue das sagt am hellen Tag weiter und was euch in die Ohren geflüstert wird, das macht aller Welt bekannt. Wer vor den Menschen zu mir hält für den will ich vor meinem Vater im Himmel auch eintreten. Wer mich aber vor den Menschen nicht kennen will, für den kann ich auch vor meinem Vater im Himmel nicht einstehen.“ Mit den Worten „Hier stehe ich und kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen“ hat sich auch Martin Luther vor dem Reichstag in Worms zu Christus bekannt, weil der ihm sein „Fürchte dich nicht, ich bin bei Dir“ ins Herz geschrieben hat. So wie Jesus seine Jünger ermutigt, für ihren Glauben einzustehen spricht Luther damit auch uns als seine Gemeinde an. Nicht nur heute Abend hier in der Kirche sondern auch draußen im Lichte und vor allen Menschen sollen Christinnen und Christen für ihren Glauben einstehen. Doch häufig sind wir kleinmütig und verzagt im Glauben, denn die Welt um uns herum spricht ihre eigene Sprache. Der kleinen, unscheinbaren Schar von Christen hört man häufig nicht zu. Wir Christen haben Angst, dass wir den Spielregeln der Welt nachzugeben drohen, unser Licht unter den Scheffel stellen und uns in den Erfordernissen des Alltags verlieren. Jesus und Luther ermutigen uns zum Bekenntnis Gottes, so wie Gott sich zu uns bekannt hat. Er kommt uns mit seinem „Fürchtet euch nicht“ im Herzen nah. Gott kennt unsere Verzagtheit und unsere Ausflüchte, doch er verurteilt uns nicht und wendet sich uns zu. Hier und jetzt - so Frau Dr. Axt-Piscalar abschließend - werden wir von ihm gerufen. Beim folgenden Lied EG 183 „Wir glauben alle an einen Gott“ stellten sich die Sängerinnen um die Gemeinde herum auf und stimmten die drei Strophen „a capella“ an. Das Fürbittengebet wurde von Mitgliedern der Kreissynode im Wechsel gesprochen. Nach dem von Frau Dekanin Jelinek gesprochenen Segen leiteten die Posaunenchöre mit dem Preludio aus der Sonata in Es Dur von Antonio Vivaldi (1678-1741) und dem bekannten Marsch „Pomp and Circumstances“ zum gemütlichen Teil des Abends über, wo man bei belegten Broten, Sekt, Saft Selters und angeregten Gesprächen noch einige Zeit im Kirchenschiff beisammenstand. Vielen Dank allen Mitwirkenden für die musikalische Gestaltung und an Frau Dr. Axt- Piscalar für ihre ansprechende Predigt. Besonderen Dank auch an die viele fleißigen Helferinnen und Helfer die an diesem Abend für das leibliche Wohl gesorgt haben.

OK


Abendgottesdienst am 30.10.2011

Der Abendgottesdienst für Jung und Alt am letzten Oktobersonntag stand unter der Losung „Fürchte dich nicht...... vor Halloween.“ Am Vorabend des Reformationstages - so Pfarrer Pausch bei seiner Begrüßung - wollen wir an die Grundsätze Luthers erinnern. „Allein der Glaube, die Gnade, die Schrift und Jesus Christus helfen –anders als die Vertreibung von Bösen Geistern an Halloween - dauerhaft gegen die Furcht. Wir glauben daran - so Kirsten Bernhardt und Gudrun Zinke bei ihrer Einstimmung ins Thema - dass morgen die Sonne scheint, dass es einen strengen Winter geben wird oder dass uns jemand liebt. Organistin Christina Leinwather begleitete die Gemeinde beim Eingangslied „Du hast uns Herr gerufen.“ Im folgenden Psalmgebet hieß es: „Gott ist wie eine feste Burg, der uns beisteht und unsere Ängste vertreibt, damit alle Menschen in Frieden leben können. Die Gemeinde stimmte zur Liturgie EG 623 „Du bis da wo Menschen leben“ an. Nach einem von Katja Brassel gesprochenen Gebet hörte die Gemeinde die Geschichte von Paddy Ahern. Der Reisende war in der Gegend um Limerick nicht willkommen, weil er nicht singen konnte und auch keine Geschichten erzählte. Nachts kamen drei Männer mit einem Sarg in seine Herberge und gingen mit ihm zum Friedhof. Dort sollte er sein eigenes Grab schaufeln und sich in den Sarg legen. Er fürchtete sich, konnte aber im letzten Moment fliehen. Am anderen Morgen sagte sein Herbergsvater zu ihm: „So, Paddy, jetzt hast du eine Geschichte, die du den Menschen erzählen kannst.“ Die Orgel stimmte „Ein feste Burg ist unser Gott“ an. Als Lesung hörte die Gemeinde an diesem Abend die Seligpreisungen aus der Bergpredigt nach Matthäus, Kapitel 5. Das anschließend gemeinsam gesprochene Glaubensbekenntnis hatten Teilnehmer eines Glaubensseminars im Februar dieses Jahres selbst formuliert. Keine Angst - so Pfarrer Pausch zu Beginn seiner Predigt - wir machen das amerikanische „Halloween“ jetzt nicht auch noch mit, und verkleiden uns mit unheimlichen Masken. So etwas kennt man in Wellerode doch nur vom „Glowesobend“ wo die Kinder von Haus zu Haus laufen mit Sprüchen wie „Äppel russ, Nüsse russ oder mä schlaan ein Loch ins Huss.“ Beim ursprünglichen Erntedankfest der Kelten übernahm der Totengott die Herrschaft vom Sonnengott. Martin Luther ging es ähnlich, auch ihn trieb die Angst vor Tod und Teufel um. Der Reformator fand tröstende Worte im Römerbrief, wo geschrieben steht, dass Gott uns allein durch seine Gnade rettet. Feste wie Halloween können uns unsere Ängste vor Krankheit oder dem Scheitern nur für kurze Zeit nehmen. Luther kannte diese Ängste auch, er schrieb dann mit Kreide auf seinen Tisch „Ich bin getauft, ich gehöre zur Gemeinde Christi.“ Das wahre Licht der Welt - so Pausch abschließend - ist mit Christus mitten unter uns. Die Gemeinde sang anschließend „Herr deine Liebe ist wie Gras und Ufer.“ Brigitte Messerschmidt und Katja Brassel sprachen das Fürbittengebet. Als Abendlied intonierte Frau Leinwather EG 487 „Abend ward, bald kommt die Nacht.“ Nach dem von Pfarrer Pausch gesprochenen Segen wurden an die Gottesdienstbesucher beim Ausgang noch süße „Lutherbonbons“ verteilt. Vielen Dank den Damen vom Arbeitskreis und an Pfarrer Pausch für diese gelungene Einstimmung auf das folgende Reformationsfest.

OK


Kirchen-Café am 30.10.2011

Unter dem Motto „Kaffee und Schokolade“ lud das Kirchencafe am letzten Oktobersonntag in den gerade frisch renovierten Gemeinderaum ein. Die Damen und Herren des Kirchenvorstands hatten in den vergangenen zwei Wochen die Holzvertäfelung abgenommen, eine Gipskartonwand eingezogen und die Wände neu tapeziert. Damit der Raum in Zukunft auch für Video- und Beamerpräsentationen besser genutzt werden kann, wurden neue Steckdosen gesetzt und die erforderlichen Anschlüsse für Bild- und Tonwiedergabe gelegt. Über 50 Besucherlinnen ließen sich Kaffee, Kuchen und Kakao an diesem Nachmittag in den neuen Räumlichkeiten schmecken. Vielen Dank an alle, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz zur Verschönerung des Gemeinderaumes für alle Nutzer beigetragen haben.

OK


Halbtagesfahrt nach Korbach am 05.10.2011

Am Mittwoch, den 05.10.2011 unternahm die Ev. Kirchengemeinde Wellerode zusammen mit dem VdK Söhrewald eine Halbtagesfahrt nach Korbach. Nach einer kurzen Andacht von Pfarrer Werner Pausch in der Nikolaikirche wurden uns bei einer Stadtführung in zwei Gruppen die Sehenswürdigkeiten Korbachs gezeigt. „Schönes und Interessantes liegt ja oft ganz in unserer Nähe“ war ein Kommentar eines Teilnehmers und: „Hier fahren wir bestimmt nochmal hin“. Nach einer Stärkung bei Kaffee und Kuchen ging es dann wieder zurück nach Söhrewald. wp


Gottesdienst zum Erntedankfest am 02.10.2011

Zum Gottesdienst am Erntedankfest war der Alterraum festlich mit Erntegaben geschmückt. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Werner Pausch intonierte Organistin Christina Leinwather als Eingangslied EG 508 „Wir pflügen und wir streuen.“ Als Psalmgebet sprach Pfarrer Pausch an diesem Morgen Worte aus Psalm 104: „Herr wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet und die Erde ist voll deiner Güter. Es warten alle auf dich, dass du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit. Wenn du Ihnen gibst, so sammeln sie, wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt.“ Die Schriftlesung aus dem 12. Kapitel des Lukasevangeliums wurde gehalten von Kirchenvorsteherin Frauke Reis. Jesus erzählt den Menschen dort das Gleichnis vom habgierigen Bauern, der nach einer besonders guten Ernte noch größere Scheunen bauen wollte um auf viele Jahre versorgt zu sein. Gott sprach zu dem Mann: „Noch in dieser Nacht wirst du sterben, wem gehört dann dein Besitz?“ Und Jesus schloss: „So geht es allen Menschen, die Reichtümer sammeln aber in den Augen Gottes nicht reich sind.“ Als Lied vor der Predigt sang die Gemeinde „Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit.“ Hier stellte Pfarrer Pausch zu Beginn die Frage, ob das Erntedankfest noch ein besonderer Tag im Kirchenjahr oder nur ein Event vor dem Tag der Deutschen Einheit ist. Erntedank 2011, da sollte man sich einmal vergegenwärtigen, dass pro Tag und Kopf in Deutschland Lebensmittel im Wert von 310 € vernichtet werden. Andererseits klagen die Einrichtungen wie die Kasseler Tafel darüber, dass sie immer weniger Lebensmittel für arme, bedürftige Menschen zur Verfügung haben. Hunger in Ostafrika, gibt es den noch? Die Medien haben schnell andere Themen gefunden. Und in Deutschland essen manche soviel dass sie krank werden. Da kann man schon die Frage stellen ob die Bitte nach unserem täglich Brot noch „Up to Date“ ist. Eltern und Großeltern haben in der Kriegs- und Nachkriegszeit noch erlebt wie es ist nicht täglich ein Stück Brot zum Essen zu haben. Das tägliche Brot war nach Martin Luther aber noch mehr. Es steht stellvertretend für alles was nottut in der Gesellschaft, nicht nur essen und trinken sondern auch der Wunsch nach Frieden, Freundschaft und Gottvertrauen. Schon der Prophet Jesaja hat den Menschen mit auf den Weg gegeben ihr Brot mit den Hungrigen zu brechen und die Nackten zu kleiden. Dann wird die Herrlichkeit des Herrn sie erfassen. Einfach gesagt heißt das „Tue Gutes, dann geht es dir auch gut.“ Wir sollen dankbar sein für die Dinge, die uns von Gott geschenkt sind. So viel ist uns gegeben, man muss es nur wahrnehmen und auch ernten was wir nicht gesät haben wie diese herrlichen Spätsommertage, den Frieden in unserem Land oder die Aussöhnung mit dem Nachbarn. Denn ohne das Teilen mit dem Nächsten wird es auf unserer Erde dauerhaft keinen Frieden geben. Wo wir für den Armen unser Brot brechen, da ist Gott bei uns. Frau Leinwather stimmte EG 412 „So jemand spricht ich liebe Gott“ an. Am folgenden Abendmahl nahmen erstmalig auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden teil. Der Gottesdienst endete dann mit EG 168 „Du hast uns Herr gerufen“ und dem Segen. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde Anna Weckesser im beisein des Kirchenvorstands getauft. Vielen Dank an Pfarrer Pausch für diesen ansprechenden und nachdenklich stimmenden Gottesdienst zum Erntedankfest. Besonderen Dank auch an das Küsterehepaar Bernhardt für das festliche Schmücken des Altarraums mit Erntegaben.

Oliver Knaack


Goldene Konfirmation am 28.08.2011

Im Gottesdienst am letzten Augustsonntag feierten die Konfirmandinnen un d Konfirmanden des Jahrgangs 1961 ihr goldenes Konfirmationsjubiläum. Nach feierlichem Einzug der Jubilare und der Begrüßung durch Pfarrer Werner Pausch intonierte Christina Leinwather an der Orgel als Eingangslied „Lobe den Herren.“ Die Liturgie begann mit Worten aus Psalm 36: „Herr deine Güte reicht soweit der Himmel ist und deine Wahrheit soweit die Wolken gehen.“ Die Schriftlesung über die Seligpreisungen aus der Bergpredigt nach Matthäus, 5 hielt an diesem Morgen Kirchenvorsteherin Gudrun Zinke. Dem gemeinsam gesprochenen Glaubensbekenntnis folgte als Lied vor der Predigt „Großer Gott wir loben dich.“ Vor 50 Jahren - so Pfarrer Pausch zu Beginn – fand die Konferprüfung noch in der Kirche vor der Gemeinde statt. Die Mädchen trugen Mantel und Stöckelschuhe. Bei Pfarrer Keller- so wusste Werner Pausch zu berichten - mussten die Jugendlichen viel auswendig lernen aber er war nicht so streng. Zur Konfirmation am Sonntag Judica , dem 19. März war die Kirche herausgeputzt, der Eingang mit einer Girlande festlich geschmückt. Zur Einsegnung haben die 19 Jungen und 11 Mädchen noch gekniet, das Abendmahl fand im Gottesdienst und nicht wie in den Jahren zuvor am Samstag nach der Konfirmation statt. Danach wurde die meisten schon entlassen in die Lebenswirklichkeit der 60 er Jahre, schlossen ihre Schulausbildung ab und gingen in die Lehre. Jury Gagarin ist der erste Mensch im All, in Jerusalem beginnt der Eichmann-Prozess und in Berlin wird die Mauer gebaut. Im Kino läuft „Das Spukschloss im Spessart“ und O.W. Fischer stellt fest, „dass es nicht immer Kaviar sein muss.“ Im Fernsehen läuft die erste Sportschau. In diesem Jahr hörte man auch heute noch unvergessene Schlager wie „Pigalle“ von Bill Ramsey, oder „Ein Schiff wird kommen“ von Lale Andersen. Mit Gerhard Wendland ist wohl so manches Liebespaar in den Morgen und in das Glück getanzt. Auch wenn Fernseher und Telefon noch nicht in jedem Haushalt selbstverständlich waren, herrschte Aufbruchstimmung in Deutschland, man konnte sich wieder etwas leisten. Dieser Tag - so Pausch weiter - gibt uns Gelegenheit einmal Rückschau zu halten auf schwere und gute Zeiten. Der deutsche Dichter französischer Herkunft Adelbert von Chamisso (1781-1838) hat es in seinem wohl bekanntesten Werk so formuliert „ Habe oft im Kreise der Lieben im duftigen Grase geruht, und mir ein Liedchen gesungen und alles war hübsch und gut. Hab einsam auch mich gehärmet in langem düsterem Mut und habe wieder gesungen und alles war wieder gut.“ Der Apostel Paulus hat in seinen Briefen an die ersten christlichen Gemeinden den Menschen gesagt dass sie alles was bedrückt in Gottes Hände legen sollen im Bewusstsein dass Gottes Güte bleibt und ewig sein wird. Im anschließenden Fürbittengebet wurde auch der bereits verstorbenen Mitkonfirmanden gedacht. Dem von Projektchor (Leitung Gerhard Jäckel) angestimmten „Vater Unser“ folgte als Höhepunkt des Gottesdienstes die Einsegnung der Jubilare mit den Worten „ Der Segen Gottes, der Euch bis heute begleitet hat in schönen und in schweren Zeiten bleibe bei Euch und stärke Euch für den Weg der vor Euch liegt.“ Kirchenvorsteherin Gudrun Zinke überreichte als Erinnerung an den Ehrentag eine Urkunde. Dem gemeinsam gefeierten Abendmahl folgte als Schlusslied „Nun danket alle Gott.“ Nach dem von Pfarrer Pausch gesprochenen Schlusssegen wurde die Gemeinde vom Projektchor mit „We are marching“ nach draußen geleitet. Nach den obligatorischen Erinnerungsfotos war beim gemeinsamen Kaffeetrinken in der Gaststätte „Zur Söhrebahn“ noch ausreichend Zeit, Erinnerungen auszutauschen. Vielen Dank an Pfarrer Pausch für diesen feierlichen Gottesdienst zum Konfirmationsjubiläum. Besonderer Dank auch an die Sängerinnen und Sänger sowie an Frau Leinwather für die musikalische Mitgestaltung.

Oliver Knaack


Silberne Konfirmation am 27.08.2011

Am 27. August 2011 trafen sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden des Konfirmationsjahrgangs 1986 zum ersten Mal nach 25 Jahren wieder, um ihre silberne Konfirmation zu feiern. Wie damals zogen die Jubilare zusammen mit Pfarrer Pausch in die Kirche ein. Nach dem Heilig-Geist-Lied, der Begrüßung und den Gebeten, las Werner Pausch aus der Bergpredigt. Danach wurde das „Welleröder“ Glaubensbekenntnis gesprochen und das Lied „Herr deine Liebe“ gesungen. Daraufhin folgte die Predigt. Eine silberne Konfirmation sei etwas anders als ein gewöhnliches Klassentreffen. Hier in der Kirche habe sich nicht viel verändert, eventuell gäbe es ein paar neue Lieder, die es damals noch nicht gab. Aber die Konfirmanden von damals stünden heute mitten im Leben, sie haben Familien und bei allen steht mittlerweile ein vier vorne. Dieser Tag sei ein Anlass, sich zurück zu erinnern. Gab es damals eine Prüfung? War es ein schwieriger Jahrgang? Welche Musik wurde damals gespielt? 1986, in den Charts war Falco mit Jeanny, Bayern München wurde deutscher Meister, Olof Palme wurde erschossen, im Kino lief Crocodile Dundee und dann natürlich das schreckliche Ereignis kurz nach der Konfirmation. Am 26. April 1986, die Katastrophe im Kernkraftwerk in Tschernobyl. Außerdem sei in den Jahren nach der Konfirmation noch einiges geschehen. Pfarrer Pausch gab einen Rückblick auf diese Zeit. Ein Rückblick gäbe Zeit, sich zu besinnen und zur Besinnung zu kommen, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. „Zu diesem besonderen Jubiläum gibt es auch eine Urkunde“, so Pausch. Die Konfirmation war schließlich die Bestätigung der Taufe, und das ist etwas Besonderes. Viele behaupten, dass die silberne Konfirmation deshalb stattfindet, damit man sich in der midlife crises an seine Pubertät erinnern kann. Der Jahrgang 1986 war der zweite Jahrgang, der sich seine Konfirmationssprüche selber aussuchen durfte. Damals sei der absolute Renner der 1. Korinther, 13, 13 gewesen, „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ Dieser Spruch verdeutlicht, dass wir ein Fundament brauchen, eine Bleibe in Stein. „Das etwas beständig bleibt, sei nicht selbstverständlich“, so Pausch. Im 1. Korinther sei von Glaube die Rede. Glaube heißt auch Vertrauen. Ich kann mich darauf verlassen, dass wir der Treue Gottes etwas zutrauen. Des weiteren geht es um Hoffnung. Vielen graut es vor dem Blick in die Zukunft, doch Hoffnung heißt auch, dass man sich nicht einschüchtern lässt. Man vertraut in die Zukunft Gottes. Und zum Schluss, bleibt noch die Liebe. Liebe die es nicht nur in einer Partnerschaft gibt, sondern in der ganzem Welt. „Menschenliebe“ kann die Welt verändern. Die Liebe kommt von Gott und gibt uns Kraft. Das Zeichen der Liebe ist die Taufe. Und die Bestätigung der Taufe ist die Konfirmation. Nach der Predigt folgte das Lied „Vertraut den neuen Wegen“, das Fürbittengebet und das Lied „Wenn das Brot das wir teilen“. Wie bereits vor 25 Jahren sollten die Jubilare nun das Abendmahl bekommen. Als Abendmahlslied sang die Gemeinde „Das sollt ihr Jesu Jünger nie vergessen“. Nach der Austeilung und dem Dankgebet wurde den Konfirmanden der Segenswunsch mit auf den Weg gegeben und sie bekamen ihre Urkunden. Nach „Herr, wir bitten komm und segne uns“ zogen die Jubilare feierlich aus der Kirche aus.

Jennifer Adrian


Kirchenmusik-Woche 20.08.2011

Zum Abschluss der Musikwoche begrüßte Pfarrer Werner Pausch zum 69. Welleröder Kirchenkonzert Organistin Christina Leinwather und Martin Wenning, Kantor am Diakonissen-Mutterhaus. Der Lehrbeauftragte für künstlerisches Orgelspiel an der Universität Kassel war bis 2006 auch Orgelsachverständiger der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und hatte die Renovierung der Orgel vor 10 Jahren fachlich begleitet. Frau Leinwather intonierte zu Beginn Präludium und Fuge in G Dur des deutsch dänischen Komponisten und Organisten Dietrich Buxtehude (1637-1707). Auch in den Orgelwerken von Johann Sebastian Bach (1685-1750) findet man häufig Präludien, die der Fuge als eigentlichem Hauptwerk vorangestellt sind, wie beim folgenden Präludium und Fuge a-Moll. Als weiteres Stück des wohl bekanntesten Orgel- und Klaviervirtuosen des Barock, stimmte Martin Wenning „Jesus bleibet meine Freude“ aus der Kantate BWV 147 „Herz und Mund und Tat und Leben“ an. Aus der Feder des wohl berühmtesten Bachsohnes Philipp Emanuel (1714-1788) stammte das von Christina Leinwather ruhig und langsam vorgetragene „Adagio.“ Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) gilt als einer der berühmtesten Komponisten und Organisten der Romantik. Martin Wenning brachte aus seinem umfangreichen Werk die „Sonate Nr. 2 in c- Moll“ zu Gehör. Bei der „Kleinen Nachtmusik Romanze“ von Wolfgang Amadeus Mozart (17556-1791) und der „Skizze in Grau-Silber-Grau“ von Andreas Willscher (geb. 1955) konnten die Zuhörer auf der Empore auch das perfekte vierhändige Finger- und Fußpedalspiel der beiden Solisten bewundern. Der in Hamburg lebende Komponist hatte vor 10 Jahren auch das folgende, ebenfalls vierhändig gespielte „Te Deum“ eigens für die Orgeleinweihung geschrieben. Den Abschluss bildete dann das von Martin Wenning angestimmte bekannte „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel (1685-1759). Als kleines Dankeschön überreichte Pfarrer Pausch einen Strauß Blumen und einen edlen Wein. Vielen Dank an Christina Leinwather und Martin Wenning, die mit diesem ansprechenden Orgelkonzert einen gelungenen Schlusspunkt unter die Kirchenmusikwoche setzten.

Oliver Knaack


Kirchenmusik-Woche 19.08.2011

Der dritte Abend der Kirchenmusikwoche zum 10 jährigen Orgeljubiläum stand unter dem Motto „Musik aus der Gemeinde für die Gemeinde.“ Nach der Begrüßung durch Pfarrer Werner Pausch intonierte der Posaunenchor Wellerode – an diesem Abend verstärkt durch Bläser aus Ober- und Niederkaufungen - eine festliche Intrade von Thomas Riegler.  Die Jugendband Dienstag stimmte „Das Privileg“ von Samuel Harfst an und brachte nach einer Bläserintrade von Johann Herrmann Schein den Juli Hit „Regen und Meer“ zu Gehör.  Über den deutschen Komponisten Johann Christian Schickhardt (1680-1762) ist nur wenig bekannt. Wahrscheinlich war er als Flötist und Obeist Mitglied der Hamburger Oper. Das Flötenquartett Wellerode unter der Leitung von Beate Brunst Sprenger ließ aus seinem kammermusikalischen Werk das Concerto für vier Altblockflöten erklingen.  Das folgende „Bransle“ des französischen Komponisten und Musikverlegers Claude Gervaise (1510-1558) wurde von Bernd Sprenger mit der Trommel begleitet.  Der Projektchor unter der Leitung von Gerhard Jäckel begann seine Liedvorträge mit „Singt dem Herrn ein neues Lied“ von Rolf Schweitzer und nahm das Publikum zur Gitarrenbegleitung von Silke Löber bei „Du König aller Könige“ musikalisch mit nach Kamerun.  Nach „Jesus ma joie“ einem Gesang aus Taize brachten die Sängerinnen und Sänger mit den Gospels „This little light of mine“ und „I love you Lord“ unter großem Applaus afrikanische Lebensfreude in die Welleröder Kirche.  Aus der Feder der deutschen Kirchenmusikerin und Komponistin Magdalene Schauß –Flake (1921-2008) stammte das von den Bläsern anschließend für zwei Posaunenchöre intonierte Vorspiel, der Choralsatz und das Nachspiel zu „Kommt her des Königs Aufgebot.“  Als weitere doppelchörige Bläsermusik intonierte der Posaunenchor an diesem Abend Intrade und Choral zu „O dass ich tausend Zungen hätte“ von Hans Weber. Dass mit Block- und Altflöten nicht nur klassische Töne sondern auch Klassiker der Musical- und Popgeschichte angestimmt werden können stellte das Blockflötenquartett mit „I don’t know how to Love him“ aus „Jesus Christ Superstar“ von Andrew Lloyd Webber und „Music 1976“ von John Miles eindrucksvoll unter Beweis.  Viel Applaus bekamen die vier Solisten auch für ihre Interpretation des Titels „Moon River“ von Henry Mancini aus dem Film Frühstück bei Tiffany. Das Motto ihres Projektchores „Singing all together, singing all for joy“ wurde von den Sängerinnen und Sängern musikalisch umrahmt mit den Taize-Gesängen „Bless the Lord my Soul“ und „Jesu redemptor.“  Zum Abschluss stimmte die Jugendband „Through th Glass“ von der US- amerikanischen alternativ Metalband Stone Sour an.  Nach dem von Pfarrer Pausch gesprochenen Schlusssegen stand man noch lange bei Bier, Wein, Brezeln und Käsespießen rund um die Kirche zusammen.  Vielen Dank an alle Mitwirkenden für diesen gelungenen Musikabend aus der Gemeinde für die Gemeinde. Besonderen Dank auch an Gerhard Jäckel, der das Programm zusammengestellt und die musikalische Leitung innehatte. 

Oliver Knaack


Kirchenmusik-Woche 18.08.2011

Filmmusik auf der Orgel Der zweite Abend der Welleröder Kirchenmusikwoche stand ganz im Zeichen der Filmmusik. Martin Wenning, Kantor am Diakonissen-Mutterhaus und Lehrbeauftragter für künstlerisches Orgelspiel an der Universität Kassel intonierte zu Beginn die aus unzähligen Filmen bekannte „20 th Century Fox Fanfare“ von Alfred Newman. Er hatte auch die meistern der an diesem Abend zu hörenden Filmtitel selbst arrangiert. Aus der Feder des argentinischen Komponisten Lalo Schifrin (geb. 1932) stammte das Hauptthema aus der Filmtrilogie „Mission Impossible“ mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Der Brite Rowan Atkinson wurde in Deutschland durch die Vorabendserie „Mr. Bean“ bekannt. Zu hören war an diesem Abend das Serienthema, wo Bean zu Beginn von oben in ein Spotlight geworfen wird. Die dann folgenden Sketche sind längst zu Klassikern geworden. Beim folgenden Stück „Toccata and Fugue in D-minor“ des englischen Organisten Gary Sieling musste das Publikum schon genau hinhören um das „Pink Panther Theme“, komponiert von Henry Mancini herauszuhören. Sofort erkannt wurde die folgende Titelmelodie aus den Miss Marple Filmen mit der unvergessenen Margret Rutherford. Mit viel Applaus wurde vom Publikum die „Musik zu einem imaginären Stummfilm für Orgel“ bedacht. Der aus Hamburg stammende Komponist Andreas Willscher (geb. 1955) hatte das Stück anlässlich des 150. Geburtstages von Sir Arthur Conan Doyle (1859-1930) im Jahr 2009 komponiert. So wurde das Publikum musikalisch und durch die Lesung einzelner Szenen von Pfarrer Werner Pausch auch literarisch mitgenommen nach London, wo Sherlock Holmes und Dr. Watson den Weinpanscher Vamburry ausfindig machen sollen. Die Freude von Vamburry über einen geglückten Geschäftsabschluss oder die Verfolgungsjagd vor seiner Verhaftung wurde so nicht nur erzählt sondern von Martin Wenning an der Orgel auch eindrucksvoll musikalisch dargestellt. Die Soundtracks zu den James Bond Filmen sind längst zu Ohrwürmern geworden. Martin Wenning intonierte an diesem Abend das Thema aus „Goldfinger“, mit Sean Connery und Gert Fröbe in den Hautrollen, im Film gesungen von Shirley Bassey. Die kanadische Sängerin Celine Dion landete 1997 mit dem Titelsong zu „Titanic“ einen Megahit. Den Untergang des Luxusliners konnte man sich auch zu den Klängen der Welleröder Orgel sehr gut vorstellen. Beim „Star Wars Main Theme“ mag so mancher Kirchenbesucher mal an die Decke geblickt haben, ob nicht die Imperiumsflotte plötzlich auftaucht, oder Luke Skywalker mit Laserschwert gegen Darth Vader kämpft. Mit der Toccata von Johan Sebastian Bach (1685-1750) wurden gleich zwei Filme musikalisch umrahmt, zunächst der Walt Disney-Film „Fantasia“ (1940) in einer Orchesterfassung von Leopold Stokowski. Weitaus bekannter dürfte das Thema aus dem Nosferatu Film von Werner Herzog aus dem Jahr 1978 sein, in dem Klaus Kinski nach jedem seiner Morde das Originalstück auf seiner Orgel intonierte. Vampire und Fledermäuse wurden an diesem Abend aber nicht in der Kirche gesichtet. Bei dem abschließenden „LA LE LU“ aus dem Film „Wenn der Vater mit dem Sohne“ stimmte dann auch das Publikum mit ein und spendete viel Applaus für Martin Wenning, der mit seiner Filmmusik die Traumfabrik für eine Stunde von Hollywood in die Welleröder Kirche geholt hatte.

Oliver Knaack


Kirchenmusik-Woche 17.08.2011

"Klein aber Fein" So wie Pfarrer Werner Pausch die kleinen und großen Zuhörer zum Zaubermärchen "Der verlorene Zauberstab", geschrieben von Markus Nickel,begrüßte, begann die Kirchenmusikwoche in der Welleröder Kirche. Die Geschichte von einem kleinen Jungen,der seinen Zauberstab verloren hatte und auf der Suche nach ihm viele Abenteuer erlebte, erzählte Martin Wenning und wurde auf der Orgel musikalisch von Christina Leinwather untermalt. So hörte man auf der Orgel ein Gewitter, Vogelgezwitscher, traurige Trompetentöne und vieles mehr. Bei einer verzauberten Kulisse konnten sich Klein und Groß für einen Moment in das Reich der Träume versetzt fühlen.

Christina Leinwather